Training

Ganzkörpertraining mit Stand-up-Paddling

SUP

So wenig der Sommer in weiten Teilen Deutschlands ein echter Sommer war, hat er einen Trend gezeigt. An den Badeseen und am Meer war dieser sogar unübersehbar: SUP! SUP? Hinter dieser Abkürzung steht der Begriff Stand-up-Paddling. Der Name beschreibt bereits, worum es geht. Aufrecht auf einem Surfbrett tauchen die Aktiven das Paddel abwechselnd links und rechts in das Wasser und kommen so vorwärts. Das sieht nicht nur cool aus. SUP macht auch viel Spaß. Das Beste: Während die Paddler mit Südseefeeling über das Wasser gleiten trainieren sie den ganzen Körper. Mit einem solchen Trainingseffekt kann nicht jede Sportart aufwarten. Nur eins ist für Nicht-Profis schwierig: Bei Wind und Wellen raus aufs Meer fahren. Aber dafür gibt es ja auch das Wind-Surfen und Paragliding.

Stand-up-Paddling: So funktioniert es

Das Prinzip dieser Sportart ist einfach erklärt. Der Paddler legt sein Board ins Wasser und kniet sich zunächst darauf. Er Stößt sich ab, um etwas Freiraum zu gewinnen. Nun richtet er sich langsam ganz auf. Steht er stabil auf dem Bett, nutzt er wie beim Kanufahren sein Paddel, um abwechselnd links und rechts ins Wasser zu stoßen. Dabei gewinnt er schnell Länge und kommt gut voran. Aber aufgepasst: Vor dem Start sollte sich jeder Paddler den Boden im Wasser ansehen. Da ein Sturz in das Wasser jederzeit möglich ist, sollte dieses tief genug sein oder zumindest keine scharfen Steinkanten, Muscheln oder ähnliche Gefahren am Boden bereithalten. Ebenso sollten insbesondere Anfänger nur in Gruppen auf das Waser gehen. Denn eine Strömung oder eine Welle kann zu einer überraschend großen Gefahr werden. Speziell die Strömung sollte idealerweise nicht vom Land wegführen. Anfänger haben zunächst Schwierigkeiten, auf dem Board einen sicheren Stand zu finden. Daher gehört das Hineinfallen in das kühle Nass zum Training dazu. Ist der Dreh aber erst einmal raus, steigt die Lernkurve steil an. Schnell sind Standfestigkeit und die richtige Technik gefunden. Ganz wichtig: Körperspannung halten! Dabei dann das Paddel sanft und nicht zu stark angewinkelt in das Wasser stoßen. Die Bewegung sollte vornehmlich aus dem Rumpf kommen, weniger aus den Armen.

SUP-Kleidung

Logisch, Gleichgewicht gehört ebenso dazu wie immer wieder die Bekanntschaft mit dem Wasser. Bei dieser Sportart bleiben selbst die Profis nicht trocken. Daher ist eine sinnvolle Kleidung sehr anzuraten. Badeklamotten sind im Sommer ideal. Die können Interessierte unter anderem günstig bei tchibo.de kaufen. Dort sind übrigens auch aufblasbare Paddel-Boards im Angebot. Auf dem Meer ist außerdem eine Leine zu empfehlen, um in der Strömung bzw. im Wellengang das Board nicht zu verlieren. So ausgerüstet kann es dann zur nächsten Küste oder zum nächsten Badesee gehen. Wer eine regelrechte Tour plant oder in der Übergangszeit aufs Wasser will, sollte Neopren- und Funktionskleidung tragen. Die Wahl der Paddelgröße ist von den individuellen Vorlieben abhängig: Je länger die Stöße und je mehr diese aus den Armen kommen, desto länger sollten die Paddel sein.

Trainingseffekte beim Stand-up-Paddling

So viel Spaß SUP auch macht: Es ist ein Freizeitsport, der praktisch jede Faser des Körpers trainiert. Nicht zuletzt durch diesen Nebeneffekt rückt das Paddelboard in den Fokus von Fitnessverrückten. Was passiert beim Paddeln?

1. Die Aktiven schulen den Gleichgewichtssinn.
2. Durch die Körperanspannung und das Paddeln werden fast alle Muskeln trainiert.
3. Die Gelenke werden trotz Trainings der Muskeln geschont.
4. Die regelmäßige Bewegung auf dem Board wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System.
5. Das Paddeln verbessert die Ausdauer.
6. Die gleichmäßigen Bewegungen auf dem Wasser helfen, Stress abzubauen.

Diese Punkte sprechen klar für SUP. Das Paddeln auf dem Board ist eine sehr effektive Übung, auf die Körper, Kreislauf und Geist gleichermaßen einen positiven Effekt hat. Da es zudem kaum ein Verletzungsrisiko gibt, ist dieser Freizeitsport allen wasseraffinen Menschen zu empfehlen - unabhängig vom Alter.

Die besten SUP-Reviere

Grundsätzlich lässt sich Stand-up-Paddling an jedem Badesee genießen. Meistens sind dort auch die Gefahren relativ überschaubar. Wer erfahrener ist, kann auch kleine, sanft dahinfließende Flüsse nutzen. Richtig schön wird SUP aber auf dem Meer. Die Weite von Nord- und speziell die Ostsee bieten eine malerische Kulisse, um zu paddeln. Ein sehr beliebter Treffpunkt der deutschen Stand-up-Paddling-Fans ist Warnemünde. Je nach Schwierigkeitsgrad können die Paddler hier die Ostsee wählen, den Hafen oder die Warnow. So vielfältige Möglichkeiten gibt es in Deutschland nicht oft. Eine weitere Hochburg ist die Wasserstadt Hamburg. Die Alster oder der Stadtparksee sowie die kleinen Kanäle in der Hansestadt sind ideal, um darauf zu paddeln. Ähnlich schön sind der Spreewald oder die Mecklenburgische Seenplatte. Aber auch die Seen in Bayern bieten gute Bedingungen.

Foto: Pixabay

05. Januar 2015

Weitere Beiträge zu diesen Themen

Zurück

Weitere Artikel zu Training

Training mit dem Medizin- und Slammerball

mehr lesen >>

Neurofeedback im Sport – Für Spitzenleistungen auf Abruf

mehr lesen >>

Schnellere Füße mit Agility-Training

mehr lesen >>

Schub und Zug - Training mit dem Schlitten

mehr lesen >>

Krafttraining im Kinder- und Jugendalter

mehr lesen >>