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Test: Standboxsack von U.N.O. Sports

Boxsack

Wer zu Hause nicht die erforderlichen Decken- bzw. Wandstärken für die Befestigung einer Halterung für einen Boxsack hatte, musste bisher in die Röhre schauen. Nicht jeder hat Lust, in einen Boxverein einzutreten und immer nur Schattenboxen ist auch wie „Trockenschwimmen“. Schließlich lassen sich Distanz und die korrekte Fausthaltung beim Auftreffen nicht ohne Schlagobjekt trainieren. Diese Problematik lösen sogenannte Standboxsäcke. Leider bei den meisten Anbietern nur auf dem Papier, da sie nicht die nötige Standfestigkeit mitbringen und mit einem schwammigen Schlaggefühl enttäuschen. Ein Modell, dass dem widerspricht ist der Standboxsack von U.N.O. Sports. Mit 1.95m Höhe und 42cm umfang ist er wuchtig genug, um einem normalen Sandsack zu entsprechen. Das nötige Gewicht bekommt er über den Standfuß, der wahlweise mit Wasser oder Sand gefüllt wird. Dazu noch eine rutschfeste kleine Gummimatte und euer Trainingspartner steht wie eine Litfaßsäule.

Der Rumpf des Sandsackes ist weicher als ein hängender Boxsack, aber hat trotzdem eine angenehme Härte. Wie am Sandsack üblich, werden Fußtechniken barfuß geübt, während Handtechniken mit Ballhandschuhen oder notfalls Bandagen ausgeführt werden. Ein großer Unterschied zu einem herkömmlichen Boxsack ist das Federelement in der Mitte. Dies führt dazu, dass der Korpus bei harten Treffern wie ein Stehaufmännchen schwingt. Dies ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber in gewisser Weise auch realistisch. Schließlich steht kein Gegner wie angewurzelt im Ring und kassiert Treffer auf Treffer. Durch die kompakte Größe des Standfußes ist es auch möglich, den Infight zu üben und dabei immer auch seitlich die Position zu verändern.

Der vorgestellte Standboxsack ist für die meisten Kampfsportler eine sehr gute Wahl. Technik, Schlagkombinationen, Ausdauer und Schnelligkeit lassen sich an ihm gut trainieren. Besonders Semi-Kontakt-Sportler können davon profitieren, dass der Boxsack nachfedert. Somit lassen sich auch gesprungene und gedrehte Tritte trainieren, ohne das man Gefahr läuft vom Boxsack „abzuprallen“ und eine Bruchlandung hinzulegen. Für Kampfsportler, die vor allem ihre Schlaghärte trainieren möchten, ist der Standboxsack bedingt geeignet. Durch das Wegpendeln der Trefferfläche lässt sich das „Durchs-Ziel-hindurch-schlagen“ nicht so gut trainieren wie an einem hängenden Sandsack. Zudem ist das Wegpendeln bei harten Schlägen oder Kicks sehr gewöhnungsbedürftig. Durch die durchdachte Konstruktion besteht jedoch nicht die Gefahr, dass der Sack umkippt. Füllung und Verarbeitung erlauben ein regelmäßiges Training bei gleichbleibender Beschaffenheit der Ummantelung.

Empfohlener Verkaufspreis: 369,95 Euro
Höhe: 1.95 m, Durchmesser: 42 cm
Gewicht Standfuß: ca.140 kg (bei Wasserbefüllung)

Der Standboxsack von U.N.O. Sports ist für Amateurboxer oder Vollkontaktler nur eine Ergänzung fürs Homegym, aber kein Ersatz für einen schweren Boxsack mit Deckenaufhängung. Fürs Fitnessboxen bzw. für Semikontakt-Kampfsportler jedoch ein empfehlenswertes Trainingsgerät.

12. Januar 2014

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