Unterwegs

Reisebericht: Hydropark Kiew

Muscle Beach auf Ukrainisch

Hydropark

Den legendären „Hydropark“ in Kiew wollte ich schon immer mal besuchen. Auf 365 Hektar findet sich hier alles, was das Sportlerherz sich erträumt. Wasser, Strand, Fußballplätze, Volleyballfelder, Tischtennisplatten, Spielplätze und fast 200 sehr martialisch anmutende Trainingsgeräte. Diese sind aus alten Maschinenteilen bzw. Resten von Panzern und LKWs gebaut. Plastik und Chrom sieht man hier nicht, sondern dicke Drahtseile, wuchtige Stahlträger und alte Reifen. Aber die Geräte funktionieren und sind biomechanisch besser konzipiert, als man denkt...

Im Sommer hatte ich endlich die Möglichkeit, per Bus nach Kiew zu reisen. Die Busfahrt dauerte rund 16 Stunden, war dafür aber preiswert. Der Hydropark ist für jeden frei zugänglich und die Outdoor-Geräte können von jedem benutzt werden. Hier tummelt sich Jung und Alt. Die einen stemmen Eisen, die anderen spielen Volleyball und manche erfrischen sich zwischendrin im nahen Fluss „Dnepr“. Manche schaukeln einfach und lassen die Seele baumeln. Die Atmosphäre ist sowohl belebend als auch entspannt. Hier kümmert sich niemand darum, woher du kommst, was du verdienst und wieviel PS dein Auto hat. Jeder tut auf seine Weise etwas für sich und die Menschen haben Spaß. Vor allem jene, die sich sonst solche Sport- und Freizeitangebote nicht leisten könnten. Kiew ist immerhin mit dreieinhalb Millionen Einwohnern eine Großstadt mit entsprechenden Lebenshaltungskosten.

Sowas wie diesen Park sollte es in jeder Großstadt geben. Da würden sicherlich weniger Jugendliche mit dem Handy vor der Nase in der Stadt die Zeit totschlagen oder sonstigen Unsinn treiben. Für mich war der Hydropark ein beeindruckendes Erlebnis. Auf jeden Fall nicht so eine künstliche Touristenattraktion wie der „Muscle Beach“ in Kalifornien. Das wäre nicht meine Welt. Der Hydropark ist einzigartig und ich habe ihn definitiv nicht zum letzten Mal gesehen.

Text: Peter Scholz, Fotos: Wolfgang Falkenberg

24. September 2019

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