Hinter den Kulissen: Der Autor des Sportmagazins PULSTREIBER
Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Stefan Mothes und habe 2008 das Magazin und die Marke PULSTREIBER gegründet. Lesen und Schreiben waren schon immer meine Leidenschaft und als Sohn eines ehemaligen Handball-Nationalspielers wurde mir ein gesunder Bewegungsdrang offensichtlich mit in die Wiege gelegt.
Ohne Leistungsanspruch habe ich mich schon früh in den unterschiedlichsten Sportarten versucht, sei es Judo, Fußball, Schach, Handball oder Basketball. Im Kampfsport fand ich jedoch meine sportliche Berufung. Als aktiver Kämpfer war ich im Shotokan-Karate und Boxen erfolgreich und kam später im Ringen sowohl zu Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga als auch zu internationalen Medaillen, wie beispielsweise dem Gewinn der Arizona State Championships in Phoenix, USA.
Berufliche Zwischenstationen und eine Idee
Abseits des Sports habe ich Ende der 1990er Jahre eine zweieinhalbjährige Militärzeit beim 233. Gebirgsjägerbataillon in Mittenwald absolviert. Nach einer Anstellung in einem Immobilienunternehmen machte ich mich selbstständig und startete erste Projekte im Verlagsgeschäft. Parallel dazu übernahm ich eine Gaststätte an der TU Dresden. Leistungssport, Mediengeschäft und Gastronomie bedeuteten jedoch ein Arbeitspensum, das auf Dauer nicht zu bewältigen war. Als im Jahr 2008 die Idee reifte, ein eigenes Sportmagazin herauszugeben, entschloss ich mich, hier alles auf eine Karte zu setzen.
Die Geburt des Magazins
Im Herbst 2008 erschien meine erste PULSTREIBER-Ausgabe in Dresden. Über die Jahre folgten weitere Lokalausgaben in Leipzig, Chemnitz, Halle und Magdeburg. Für meine Leser probierte ich mit Begeisterung teilweise ungewöhnliche „Freizeitbeschäftigungen“ wie Eisschwimmen oder Fallschirmspringen aus und hatte meinen Spaß dabei. Selbst einen Sportunfall, der 2015 zwei Monate Rollstuhl hinter sich zog, wurde für einen Artikel „verwertet“, der zeigte, dass es auch nach niederschmetternden ärztlichen Diagnosen einen Weg zurück gibt.
Die Neuausrichtung
Leider wurde es über die Jahre immer schwieriger, die nötigen Anzeigenerlöse zu erzielen. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Druck und Logistik immer weiter. Wie sagt man im Showbusiness so schön? „Immer abtreten, wenn sie lachen.” Dies tat ich, und so erschien 2019, nach rund 2,4 Millionen veröffentlichten Exemplaren, die letzte Ausgabe. Das Magazin führe ich seitdem als Onlineversion weiter. Dem Gedruckten bin ich jedoch weiterhin treu geblieben. Ich habe zwei Kinderbücher fertiggestellt und das dritte ist bereits in Arbeit. Im sportlichen Bereich werde ich mich zukünftig auf die authentische Übersetzung und Vermarktung englischsprachiger Bücher fokussieren. Dabei setze ich ausschließlich auf Werke, die ich als unbedingt lesenswert erachte und die bisher noch nicht in deutscher Sprache erschienen sind.
Fotos: privat, Steve Mizera, Skyjumps Dresden / Luftsportclub Leipzig, Wirtschaft trifft Sport GmbH
29. August 2021