Produkte & Handel

Baldiso Zenith - das beste Rennrad der Welt?

Rennrad Baldiso Zenith in goldener Farbe

Die großen Entwicklungsschritte im Rennradbau werden üblicherweise dort erwartet, wo industrielle Forschungsabteilungen arbeiten und WorldTour-Teams neue Plattformen im Renneinsatz verfeinern. Vor diesem Hintergrund wirkt das Zenith der Allgäuer Marke Baldiso zunächst überraschend, denn es ist kein Konzernprodukt, sondern eine bewusst klein gehaltene Entwicklung mit klar definiertem technischem Anspruch. Hinter dem UCI-konformen Carbon-Rahmenset steht die Idee, die klassischen Zielkonflikte moderner Rennräder zumindest deutlich zu verschieben: geringster Luftwiderstand, niedriges Gewicht und gleichzeitig ein Maß an Komfort, das man in dieser Kategorie nicht selbstverständlich findet.

Messwerte mit Signalwirkung

Im April 2026 wurde das Baldiso Zenith im GST-Windkanal nach gängigen Standards mit einem Dummy samt Trinkhalterung und runder Radflasche getestet. Das Ergebnis sind 195 Watt bei 45 km/h. Damit ist das Rennrad gleichauf mit dem aktuell schnellsten UCI-konformen Serienrad nach diesem Messstandard.

Die gemessene Tretlagersteifigkeit von 73 N/mm sorgt gleichzeitig für eine sehr direkte Kraftübertragung und unterstreicht die klare Auslegung auf Effizienz und Vortrieb.

Auch beim Gewicht setzt das Zenith einen klaren Akzent. Der Rahmen bringt 860 Gramm (Größe M) auf die Waage und gehört damit zu den leichtesten aerooptimierten Carbonrahmen seiner Klasse. Viele vergleichbare Aero-Rahmen liegen deutlich näher an einem Kilogramm. Ermöglicht wird dies unter anderem durch eine hochoptimierte Carbonstruktur. Mit einer Rohcarbon-Oberfläche, also ohne Lackierung, kann man weitere 100 Gramm Gewicht sparen und unterstreicht zugleich die hochwertige Verarbeitungsqualität des Rahmens.

Je nach Wunschaufbau liegt das Komplettrad zwischen etwa 6,2 und 6,9 Kilogramm und bewegt sich damit auf einem Niveau, das für ein konsequent aerooptimiertes Rennrad bemerkenswert ist. Baldiso produziert das Zenith aktuell noch in überschaubaren Stückzahlen, da jedes Rad vollständig in Handarbeit gefertigt wird. Zudem kann es individualisiert werden, und zwar von der Auswahl der Komponenten über die Rahmenfarbe bis hin zur letzten Schraube.

Entwicklung und Fertigung in Bayern

Entworfen und konstruiert wurde das Zenith von Simon Bühler von CarbonWorks, einem Ingenieur mit langjähriger Erfahrung in der Optimierung von Carbonstrukturen. Anders als in vielen großvolumigen Projekten setzte Baldiso dabei auf eine stark fokussierte Entwicklungsstruktur ohne breite, arbeitsteilige Industrieorganisation. Auch die Fertigung folgt diesem Ansatz, denn produziert wird das Rahmenset vollständig bei Bike Ahead Composites in Bayern, einem Hersteller, der in der Szene für die hohe Oberflächenqualität und Präzision seiner Carbonfertigung bekannt ist. Damit entsteht das Zenith Frame Set vollständig in Deutschland, genauer gesagt in Bayern. Und noch etwas verweist auf die Herkunft: Der Name Baldiso setzt sich aus dem Nachnamen des Gründers Baldauf und dem Kosenamen „Niso“ des Niedersonthofener Sees zusammen – ein kleines, aber bewusst gesetztes Bekenntnis zum Allgäu.

Foto: kernpunkt.PR

27. Mai 2026

Weitere Beiträge zu diesen Themen

Zurück

Weitere Artikel aus Produktecke & Handel

Baldiso Zenith - das beste Rennrad der Welt?

mehr lesen >>

Aenergy Footwear Kollektion: Mammut setzt den Fokus auf Trailrunning

mehr lesen >>

Buchvorstellung: Glaub immer an das Unmögliche

mehr lesen >>

Radtaschen Frame-Pack und Frame-Pack Toptube von Ortlieb

mehr lesen >>

Breathe easy & move freely: Der neue Arrio Daypack von Gregory

mehr lesen >>