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Fit und gesund mit basischer Ernährung

Wer viel Sport treibt, sollte auch auf eine gesunde Ernährung achten. Die Anstrengung während des Trainings verlangt dem Körper einiges ab. Nur wer seine Energiereserven danach wieder durch nährstoffreiche Gerichte auffüllt, kann dauerhaft gesund und leistungsstark bleiben. Viele Sportler greifen zu einer sehr eiweißhaltigen Nahrung, die für einen schnellen Muskelaufbau förderlich ist. Dabei sollte man allerdings beachten, dass eine zu einseitige Ernährung schnell zu einer Übersäuerung führen kann.

Was ist eine Übersäuerung?

Eine Übersäuerung des Körpers bedeutet, dass sich unser Säure-Basen-Haushalt im Ungleichgewicht befindet. Normalerweise sorgt ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis dafür, dass in unserem Körper alles einwandfrei funktioniert. Dafür gibt es einige Bereiche, die sauer sind und andere, die basisch bzw. alkalisch sein müssen. Gemessen wird dieser Zustand anhand des pH-Wertes. Die Skala reicht von 0 - 14 und unterteilt sich in drei Bereiche:

  • 0-6 = sauer
  • 7 = neutral
  • 8-14 = basisch/alkalisch

Eine Übersäuerung hat schwerwiegende Folgen für den gesamten Körper. Im Normalfall sorgen aber natürliche Mechanismen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Das Problem ist, dass immer mehr Menschen eine ungesunde Lebensweise verfolgen. Neben der einseitigen Ernährung zählen dazu auch Faktoren wie übermäßiger Stress und zu wenig Bewegung.

Folgen einer Übersäuerung

Die körperlichen Symptome, an denen man eine Übersäuerung erkennen kann, sind vielfältig. Die häufigsten Anzeichen sind anhaltende Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Kraft- und Motivationslosigkeit sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Bei intensivem Training führt eine Übersäuerung zudem zu verstärktem Muskelkater und schweren, geschwollenen Beinen. Man sollte also wirklich auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achten.

Tipps gegen eine Übersäuerung

Es gibt viele gesunde Lebensmittel, die einen hohen pH-Wert vorweisen und damit basisch sind. Darüber hinaus bietet das Sortiment von P. Jentschura nährstoffreiche basische Tees und Nahrungsergänzungsmittel. Diese können einer Übersäuerung vorbeugen und sorgen bei ersten Anzeichen für eine schnelle Hilfe.

Basische Lebensmittel

Generell sollte jeder, ob Sportler oder nicht, auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung achten. Bei einer basischen Ernährungsweise stehen vor allem viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Diese liefern sehr viele basische Mineralien und andere wertvolle Inhaltsstoffe für einen gesunden Proteinstoffwechsel. Außerdem wichtig: grüner Salat. Dieser enthält zwar nicht so viele Mineralien, dafür aber wertvolles Chlorophyll. Für Kraftsportler oder Bodybuilder ist das besonders wichtig. Wer kein Fan des grünen Gemüses ist, kann Salat und Blattgrün zu leckeren grünen Smoothies verarbeiten. Säure bildende Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Milch- und Getreideprodukte sollten im Idealfall nur 20 % des Speiseplans ausmachen. Auch der Genuss von Koffein, Alkohol und Süßigkeiten fördert die Bildung von Säuren im Körper und sollte deshalb reduziert werden.

Basenbäder- und Kuren

Bereits vor unserer Geburt nehmen wir das erste Mal ein Basenbad — und zwar im Fruchtwasser. In der Naturheilkunde sind Bäder mit basischen Salzen schon lange für ihre wohltuende und entschlackende Wirkung bekannt. Das möglichst heiße Wasser bekommt durch das Badesalz einen extrem hohen pH-Wert, der über 7 liegt. Bereits nach 15 - 20 Minuten in der Wanne wird die Wirkung spürbar. Die Basenbäder zielen vor allem darauf ab, unsere Haut von Gift- und Schadstoffen zu befreien. Äußere Einflüsse wie Kosmetika und Sonnenlicht beanspruchen die Haut und auch die Säuren, die im Inneren des Körpers entstehen, werden zum Teil über die Haut abtransportiert. Im Bindegewebe setzen sich sogenannte Schlacken ab und es kommt zu einem unreinen Hautbild. Ein Basenbad reinigt die Haut und unterstützt eine natürliche Entsäuerung im ganzen Körper. Basenkuren zielen vor allem auf die innere Entschlackung und Entsäuerung ab. Dabei steht die basische Ernährung im Mittelpunkt. In der Regel geht eine solche Kur über einige Monate, da erst nach mehreren Wochen eine umfassende Wirkung erzielt wird. Die Entsäuerung des Körpers verläuft dabei in drei Phasen:

Erster Schritt: Säuren lösen
Im ersten Schritt werden die bereits abgelagerten Säuren im Körper gelöst. Dieser Schritt des Entschlackens kann besonders gut durch basische Tees unterstütz werden. Über den Tag verteilt sollte man mindestens drei Liter Flüssigkeit, am besten Wasser oder Tee, zu sich nehmen, um die Schadstoffe aus den Zellen zu lösen.

Zweiter Schritt: Säuren neutralisieren
Die im ersten Schritt gelösten Säuren müssen nun neutralisiert werden. Andernfalls würden sie sich erneut in den Zellen ablagern. Während dieses Vorgangs wird der Körper einen erhöhten Mineralstoffbedarf haben. Besonders Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor müssen in ausreichenden Mengen vorhanden sein. Es gibt spezielles Basenpulver, das man während dieser Zeit zu sich nehmen kann, um den Körper mit allen nötigen Mineralien zu versorgen.

Dritter Schritt: Abtransportieren der Säuren
Die gelösten und neutralisierten Schadstoffe sollen jetzt so schnell wie möglich aus dem Körper abtransportiert werden. Aus diesem Grund sollte man während der gesamten Kur viel trinken. Basischer Tee und stilles Wasser sind auch hier wieder die besten Getränke, um einen schnellen Abtransport zu begünstigen. Außerdem fördert eine ballaststoffreiche Ernährung eine einwandfreie und schnelle Verdauung. Hier gibt es einige leckere Rezepte mit basischen Lebensmitteln. So befreit man den Körper noch schneller von allen schädlichen Stoffen und Ablagerungen. Zusätzlich helfen die oben erwähnten Basenbäder, die Schlacken über die Haut auszuscheiden. Während der Kur sollte man mindestens zweimal in das basische Wasser steigen. Wer seinen Körper regelmäßig durch Kuren und Bäder entschlackt und auch sonst auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achtet, wird seine Leistungen und sein Wohlbefinden dauerhaft steigern können.

Fotos: © istock.com/phototake | istock.com/Sasha Radosavljevic

22. Juni 2015

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