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Die bekanntesten Ernährungsmythen

Gewisse Ernährungsmythen halten sich noch hartnäckiger als so manch überflüssiges Pfund. Für Sportler auf der Suche nach dem Optimum ist das sehr ärgerlich, da sie Verwirrung stiften und Einfluss auf den Essensplan haben. Wir versuchen, ein wenig Klarheit in die Sache zu bringen.

Aufgepasst: Viele „Wahrheiten” sind einfach falsch!

Auf Expertenseiten wie muskelaufbau.de wird bereits ausführlich erläutert, was eine gesunde Ernährung ausmacht. Deshalb werfen wir lieber einen Blick auf vermeintliche Weisheiten und überprüfen deren Wahrheitsgehalt:

  • „Je mehr Vitamine, desto besser”: Das ist leider falsch. Vitamine sind grundsätzlich gesund und wichtig, jedoch können sie auch überdosiert werden. Gerade die Vitamine A, D, E und K sollten nicht in unbegrenztem Maße aufgenommen werden, da sie fettlöslich sind und in zu großer Menge Nebenwirkungen verursachen können. Im schlimmsten Fall steigt dadurch sogar das Krebsrisiko an, wie Studien gezeigt haben.

  • „Sportler sollen keinen Alkohol trinken”: nicht kategorisch. In sehr geringen Mengen kann Alkohol sogar gut für die Gefäße sein. Wer sich regelmäßig betrinkt, schadet dagegen seinem Körper und kann auch beim Sport keine Leistung bringen, doch das ist kein Geheimnis.

  • „Butter ist ungesund und macht dick”: Anstelle dessen greifen viele zur fettärmeren Margarine. Allerdings besitzt Butter eine Menge Fettsäuren, die allesamt wichtig für den Körper sind. Im richtigen Maß ist Butter besser als ihr Ruf – und deswegen kein No-Go.

  • „Kaffee ist Tabu, weil er entwässert”: absolut falsch. Kaffee selbst entwässert in nur so geringem Maße, dass es keine Wirkung hat. Richtig ist, dass Kaffee harntreibend wirkt – man scheidet deswegen mehr Flüssigkeit aus. Wer das jedoch bewusst ausgleicht, kann gerne Kaffee trinken, ohne an Wassermangel zu leiden.

  • „Kartoffeln machen dick”: Diese Aussage ist viel zu pauschal und so nicht richtig. Kartoffeln haben einen hohen Wasseranteil und liefern eine Menge Kohlenhydrate, sie sind also durchaus für Sportler geeignet, besonders, wenn kraftintensive Übungen anstehen. Vielmehr sind es die vielen fettigen Kartoffelprodukte wie Chips oder Pommes Frites, die den Braten fett machen, und zwar wortwörtlich.

  • „Abends essen macht dick”: Diese alte Weisheit konnte bislang nicht belegt werden. Entscheidend ist vor allem die Gesamtkalorienmenge; die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle. Dennoch sollte man abends nicht zu viel essen, da ein voller Bauch nicht gut für die Schlafqualität ist. Diese wiederum ist wichtig für das Energielevel am nächsten Morgen.

  • „Der Verzicht auf Fleisch ist auf Dauer ungesund”: falsch. Beim heutigen Lebensmittelangebot kommt es selbst bei einer veganen Ernährung nicht zu Mangelerscheinungen, da alle Inhalte von Fleisch über andere Quellen verfügbar sind.

Fotos: © istock.com / klenova

25. März 2015

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