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Rosenwurz (Rhodiola Rosea) zur Stressbewältigung und besseren Regeneration

Rosenwurz (Rhodiola Rosea)

Über Rosenwurz (lateinisch: Rhodiola Rosea) wird sehr viel Gutes berichtet. Die regelmäßige Einnahme soll vor allem Stress-Symptome lindern, Depressionen mildern und generell dabei helfen, zu entspannen und wieder Kraft zu tanken. Auch viele Leistungssportler schwören neben Cannabidiol auf Rosenwurz, um sich von harten Belastungsphasen besser erholen zu können. So auch der Kletterprofi Jürgen Reis (siehe Interview), der es in seinem Trainingsratgeber „Das Peak-Prinzip“ als Teil seiner täglichen Supplemente erwähnt.

Die Pflanze

Rosenwurz ist ein Dickblattgewäch und gedeiht in arktischen Gebieten und in den Gebirgsregionen Eurasiens und Nordamerikas. Die Pflanze mag feuchten Böden und findet sich in Höhenlagen bis über 2000 Metern. Die saftreiche Pflanze kann bis zu 35 Zentimeter hoch reichen, in der Regel ist sie aber mit 15 bis 20 Zentimeter deutlich kleiner. Sie verfügt über Pfahlwurzeln, deren Geruch (angeschnitten) an Rosen erinnert, was ihr den deutschen Namen „Rosenwurz“ gab.

Zugeschriebene Wirkungen

Rosenwurz zählt zu den pflanzlichen Adaptogenen (to adapt = sich anpassen). Dies bedeutet, dass sie dem Körper hilft, sich gegenüber „unerwünschten“ Zuständen anzupassen (z.B. Stress). Über die Wirkungsweise der Pflanze gibt es verschiedene, aber nicht einheitliche Studien. Somit gibt es auch keine klaren wissenschaftlichen Beweise für die vielen positiven Effekte, die der Pflanze zugesprochen werden. Allerdings konnten bei Versuchen innerhalb einer „normalen“ Zielgruppe (erwachsen, nicht schwanger, keine akuten Krankheiten) auch keine nennenswerten Nebenwirkungen festgestellt werden. Die möglichen Heilkräfte der Pflanze, die in baltischen und skandinavischen Ländern in der traditionellen Volksheilkunde schon lange einen festen Platz hat, sind jedoch enorm:

➤ Steigerung der Konzentration und des Erinnerungsvermögens

➤ Linderung von Potenzstörungen

➤ Steigerung der Leistungsfähigkeit

➤ Ausbildung von Stress-Resilienz

➤ Bessere Erholung und Regeneration (auch Schlaf)

➤ Stimmungsaufhellend (z.B. bei Ängsten, Depressionen)

An dieser Stelle in medizinische Erklärungsversuche abzudriften oder zahlreiche Fachartikel zu zitieren, wäre kaum zielführend. Eine interessante Studie aus der „Pharmazeutischen Zeitung“ möchten wir jedoch nicht vorenthalten und verweisen auf den entsprechenden Beitrag.

Die Erfahrungen des Autors

Rosenwurz (Rhodiola Rosea)

Die Wirkungsweise von „Rhodiola Rosea“ hat mich schon länger interessiert. Zufälligerweise bekam ich Anfang Mai ein Pressemitteilung vom Narayana Verlag, der nicht nur Gesundheitsprodukte anbietet, sondern auch Fachbücher vertreibt wie z.B. das von uns sehr gut bewertete „Ultimative Ausdauer“. Durch diesen Kontakt war es auch einfach, ein Produktmuster zu bekommen (Infos dazu nachfolgend). Also konnte ich mich zum einen in die Thematik einlesen und zu anderen die Wirkung des Supplements auf mich wirken lassen.

Wie empfohlen, habe ich jeden Tag eine Kapsel zu mir genommen. Zuerst abends, aber ich hatte dabei schnell das Gefühl, dass ich dadurch eher wacher als ruhiger werde. Beim weiteren Recherchieren habe ich aber herausgefunden, dass dies vielen Anwendern so geht. Nach Einnahme vor dem Frühstück hatte sich dieses Problem dann auch erledigt und ich fand zu einem schnellen und tiefen Einschlafen zurück.

Meine Schlafqualität hat sich in der Tat verbessert, allerdings nahm ich gemäß der Wim-Hof-Methode vor dem Schlafen auch immer eine kalte Dusche. Der positive Effekt des Rosenwurz war nach zeitweiligem Absetzen der Dusche immer noch da, jedoch vermindert. Für eine genaue Prüfung habe ich mir in diesem Zeitraum auch die Schlafphasen über meine Smartwatch angesehen.

Steigerung der Konzentrationsfähigkeit? Ja, ich hatte das Gefühl, während der Einnahmephase geistig etwas klarer zu sein, was sich auch darin gezeigt hat, dass ich beim Schreiben eines Trainingsratgebers (erscheint noch 2021, seit gespannt!) mehr Wörter pro Stunde zustande gebracht habe. Ich bin aber ein Mensch und keine Maschine. Dies kann durch normale Schwankungen der Leistungsfähigkeit verursacht sein, aber auch durch andere Faktoren (mehr Sonnenlicht, mehr Bewegung im Alltag).

Generell habe ich weder große Schlafprobleme, noch habe ich Depressionen, noch bin ich ein Freund davon, täglich jedes nur erdenkliche Supplement zu mir zu nehmen. Daher habe ich Rhodiola Rosea nur noch an Trainingstagen eingenommen, an den ich entweder durch langes Training im hohen Pulsbereich (Kampfsport, Intervalltraining) oder hohe Belastung des zentralen Nervensystems (Kreuzheben und Kniebeugen über 200kg) abends normalerweise schwer zur Ruhe gekommen bin. Hier habe ich wirklich einen signifikanten Effekt festgestellt. Bei rund 20 Cent pro Kapsel ist eine dreimalige Einnahme pro Woche keine Unsumme und es stellt sich auch kein Gewöhnungseffekt ein oder eine mögliche Überdosierung (deren Wirkung vielleicht noch nicht erforscht sind).

Meine Empfehlungen zusammengefasst:

Einnahme nicht nach 17 Uhr

Einnahme nur nach harten Trainingseinheiten

Bestmögliche Entspannung in Kombi mit kalter Dusche und ggf. Einnahme von Cannabidiol-Tropfen (beides vor dem Schlafengehen)

Wirkungsvoll auch bei Jetlag oder zu erwartender nervlicher Belastung (z.B. Prüfungsangst)

Sinnvoll auch in Phasen überdurchschnittlicher geistiger Aktivität (z.B. Lernen für Klausur, lange Autofahrt)

Infos zum Produktmuster / Bezugsquelle

Rhodiola Rosea von Unimedica
Inhaltsstoffe: Rosenwurz-Extrakt mit 3% Rosavin und 1% Salidrosid
Menge: 200 mg, 90 Kapseln
Verzehrempfehlung: 1 Kapsel täglich
Preis: 18,50 Euro
Bezug über Narayana Verlag GmbH
www.narayana-verlag.de

Fotos: Stefan Mothes, Pixabay | Text: Stefan Mothes

02. Juni 2021

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