Training

Dehnung und Krafttraining mit dem Deuser Band

Die meisten unserer Leser werden sicherlich wissen, was ein Deuser Band ist. Für alle Unwissenden kurz eine Erklärung. Ein Deuser Band ist nichts anderes als ein rund 3,5cm breites und 3mm dickes Gummiband im Umfang von rund 1m als Schlinge. Klingt nicht besonders spektakulär, aber die Trainingsmöglichkeiten mit diesem preiswerten Trainingsgerät sind sehr vielfältig. Es kann sowohl zur Muskelkräftigung als auch für diverse Dehn- und Mobilisationsübungen eingesetzt werden. Wer dabei denkt, dies ist nur ein Trainingsgerät für Rentner oder Hausfrauen, der hat sich schwer getäuscht. 

Statische und dynamische Kräftigungsübungen

Das Deuser Band hat den Vorteil, dass der Trainierende den Widerstand ganz einfach durch die Dehnung des Bandes variieren kann. Somit kann die Belastung mit dem Kraftfortschritt des Übenden wachsen. Einfach das Band in die Länge ziehen, mehrfach umwickeln oder den Griffpunkt verändern und schon wird der Widerstand erhöht. Mit ein bisschen Phantasie findet man für jede Muskelpartie die passenden Übungen. Das Deuser Band kann man entweder an einem Objekt (Geländer, Baum, Türklinke, Bettpfosten) fixieren oder man ist selbst der Fixpunkt (darauf stellen, um den Fuß wickeln, festhalten). Umfasst man mit beiden Händen eine Schlaufe, wirkt es wie ein Expander und eignet sich für Brust- und Rückenübungen. Im Grunde genommen kann man mit dem Deuser Band jede herkömmliche Hantelübung  simulieren, aber auch weitaus komplexere Übungen „erfinden“. So z.B. der „Monster Gang“. Dabei wird die Schlinge doppelt gelegt und um beide Oberschenkel (siehe Foto) gewickelt. Sowohl bei Kniebeugen als auch beim gehockten Gang zwingt einen das Band so zu einer korrekten Fußstellung und trainiert sehr intensiv und funktionell die beteiligten Muskeln als Gesamteinheit. Ebenfalls sehr interessant sind dynamische Kraftübungen, bei denen das Band im Gegensatz zum herkömmlichen Krafttraining nicht langsam, sondern mit Schwung bewegt wird. Mit dieser Art von Übungen lassen sich Zugbewegungen (Anreißen, Rudern) trainieren, aber auch umgekehrt Stoß- und Drehbewegungen (Golfabschlag, Wurf, Fauststoß). Wer die Bewegungsmuster seiner Sportart kennt, wird schnell die geeignet Übungen für sich finden. Mit Trainingspartner lassen sich zudem auch Sprintübungen trainieren.

Dehnübungen auch ohne Partner

Viele Dehnübungen lassen sich ohne Partner meist schwer oder gar nicht intensivieren. Hier kann das Deuser Band die Rolle des notwendigen Gegenspielers übernehmen. Der sich je nach Banddehnung exponentiell steigernde Widerstand ist hervorragend geeignet, um sich tiefer in die jeweilige Dehnposition zu ziehen. Zudem werden manche Dehn- und Mobilisationsübungen erst dann effektiv, wenn Zug in die entgegengesetzte Dehnrichtung ausgeübt wird bzw. der Muskel gegen einen leichten Widerstand arbeiten muss. Auch hier genügt ein Grundwissen um die menschliche Anatomie und seine Bewegungsapparat, um sich passende Dehnübungen auszusuchen.

13. April 2015

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