Squash: Jasmine Hutton und Aly Abou Eleinen gewinnen Sportwerk Hamburg Open
Mit dem Finalsieg von Jasmine Hutton und Aly Abou Eleinen gingen die mit insgesamt 133.000 US-Dollar dotierten Sportwerk Hamburg Open (15. bis 19. April) erfolgreich zu Ende. Vor begeistertem Publikum sicherten sich die Favoriten die Titel in der Bronze-Kategorie der PSA Squash Tour.
Dominanz aus England und Ägypten
Die Engländerin Jasmine Hutton (WRL 13) marschierte ohne Satzverlust durch das Turnier. Im Finale gegen die Belgierin Nele Gilis (WRL 12) behielt sie mit 3:0 (11:8, 11:7, 13:11) die Oberhand und feierte damit ihren zehnten Karrieretitel.
Bei den Herren kam es zum ägyptischen Duell zwischen den Top-Gesetzten: Aly Abou Eleinen (WRL 13) kontrollierte das Finale gegen seinen Landsmann Youssef Soliman (WRL 12) über weite Strecken und siegte deutlich mit 11:5, 11:8 und 11:5. Während Soliman nach zwei kräftezehrenden Fünfsatz-Matches zuvor sichtlich kämpfen musste, nutzte Abou Eleinen seine Frische souverän für seinen zweiten Bronze-Titel.
Deutsche Highlights: Weishar überzeugt, Kandra enttäuscht
Aus deutscher Sicht sorgte vor allem Maya Weishar (WRL 129) für Aufsehen. Mit ihrer Wildcard schlug sie die deutlich höher platzierte Südafrikanerin Hayley Ward (WRL 64) in einem dramatischen Fünfsatz-Match und zog ins Achtelfinale ein. Dort unterlag sie der späteren Halbfinalistin Melissa Alves (FRA).
Pech hatte Raphael Kandra (WRL 41), der nach einem Freilos direkt im Achtelfinale gegen den Inder Veer Chotrani ausschied. Auch für Saskia Beinhard, Katerina Tycova und Lokalmatador Yannik Omlor war nach teils engen Partien bereits in der ersten Runde Endstation.
Stimmen zum Turnier
Turnier-Promoter Bart Wijnhoven zog ein positives Resümee: „Das Feedback war durchweg positiv. Das Event war die perfekte Werbung für den Squash-Sport in Deutschland und das Sportwerk.“
Chef-Bundestrainer Oliver Pettke ergänzte kritisch, aber hoffnungsvoll: „Es war ein Turnier mit Licht und Schatten. Maya hat eine hervorragende Leistung gezeigt, während Raphael leider keinen guten Rhythmus fand. Für unsere jungen Spieler waren die engen Matches gegen internationale Top-Leute jedoch wichtige Erfahrungen.“
Foto: DSQV – Lennard Jessen
21. April 2026