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Sieg für Julia Taubitz und Francesco Friedrich bei der Sächsischen Sportgala

Gruppenbild: Alle Geehrten sowie die Laudatorinnen und Laudatoren des Gala-Abends

Bei der diesjährigen Sächsischen Sportgala in Chemnitz wurden wieder die herausragenden Leistungen sächsischer Sportlerinnen und Sportler gefeiert: Francesco Friedrich wurde gleich doppelt geehrt – als Sportler des Jahres 2025 und für die beste Mannschaft – während Julia Taubitz als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Und auch in vielen weiteren Kategorien würdigte die Gala erneut die Erfolge und das Engagement des Sports im Freistaat.

LSB-Präsident Dr. Frank Pfeil eröffnete die Veranstaltung im Kraftverkehr Chemnitz: „Das Sportjahr 2025 war für Sachsen ein sehr erfolgreiches. Eine Vielzahl von Leistungen wäre es wert, heute gewürdigt zu werden. Die Geehrten des heutigen Abends haben nicht nur unsere Expertenjury überzeugt, sondern auch das breite Sportpublikum: Mit herausragenden internationalen Leistungen haben sie im vergangenen Jahr von sich reden gemacht und das Sportland Sachsen über die Grenzen des Freistaats hinaus erfolgreich in ihren Disziplinen vertreten. Ob Trainer, Nachwuchsathletin oder Spitzensportler: Ihr Fleiß, ihre Zielstrebigkeit und ihr Engagement sind ein Vorbild für unseren Sportnachwuchs und viele Menschen in Sachsen.“

Die Erstplatzierten in den jeweiligen Umfrage-Kategorien

Sachsens Sportler des Jahres 2025 wurde Francesco Friedrich vom Bob- und Skeleton Club Sachsen Oberbärenburg. Im Zweierbob holte er im vergangenen Jahr seinen neunten Weltmeistertitel, zum Jahresabschluss stand er zum 150. Mal auf dem Weltcup-Podium und sicherte sich dort Bronze im Zweier-Bob.

Als Sächsische Sportlerin des Jahres 2025 wurde Rennrodlerin Julia Taubitz vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal ausgezeichnet. Die 30-Jährige legte eine außerordentliche Saison hin: Sie wurde Europameisterin im Einsitzer und stellte einen neuen Bahnrekord in Winterberg auf, wurde Weltmeisterin im Einsitzer und holte auch mit der Teamstaffel Gold bei der WM.

Die Krone für die Sächsische Mannschaft des Jahres 2025 holte sich das Bobteam Friedrich. Mit Felix Straub (SC DHfK Leipzig), Alexander Schüller (aus Sachsen-Anhalt) und Matthias Sommer (aus NRW) sicherte sich das Viererbob-Team um Pilot Francesco Friedrich den Weltmeistertitel und den Gesamtweltcup-Sieg.

Die Wahl zu Sachsens Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres fand bereits zum 32. Mal statt. In die Endwertung flossen nicht nur die Stimmen der sächsischen Sportfans aus einer Online-Umfrage ein, sondern auch die Einschätzung der sächsischen Sportjournalistinnen und -journalisten sowie die Bewertungen des LSB-Landesausschusses für Leistungssport.

Auch in diesem Jahr konnte eine Athletin oder ein Athlet sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftskategorie nominiert werden. Voraussetzung für die Nominierung in der Mannschaftskategorie ist, dass mehr als ein Teammitglied für einen sächsischen Verein startet. Leistungen, die innerhalb einer Mannschaft mit nur einem sächsischen Teammitglied erzielt wurden, wurden in den Einzelkategorien nominiert.

Weitere Sportkronen vergeben

Unter tosendem Applaus wurde Lutz Riemann als Trainer des Jahres 2025 ausgezeichnet. Er kann auf eine über 30 Jahre lange Trainerkarriere im sächsischen Finswimming zurückblicken. Darin betreute und entwickelte er 25 international erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen, die zusammen unglaubliche 110 EM-Medaillen, 85 WM-Medaillen und 24 World Games-Medaillen ertauchten - darunter allein im vergangenen Jahr dreimal Gold und dreimal Silber bei den World Games, zudem zwei Weltrekorde, einen Europarekord und drei deutsche Rekorde sowie acht Europameistertitel.

Den Preis für das Lebenswerk und stehende Ovationen erhielt Rudolf Polster. Der 94-Jährige prägt seinen Verein seit über sieben Jahrzehnten: 1950 gründete er die Sektion Turnen des BSG Turbine Leipzig und leitet dort seit Jahren eine lebendige und erfolgreiche Gemeinschaft. Insgesamt 1.943 absolvierte Wettkämpfe umfasst seine Wettkampfstatistik. Sein Name steht für Kontinuität, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein im Leipziger Turnsport.

Als Förderer des Jahres wurde die Sportwerk GmbH geehrt. Als verlässlicher Partner des sächsischen Sports konzipiert, organisiert und kommuniziert die Agentur seit Jahren Formate, mit denen die Kraft und Vielfalt des Sports im Freistaat sichtbar wird. Beispiele sind die „So geht sächsisch.“-Vereinswettbewerbe, das Drachenboot Festival in Dresden oder Eishockey-Highlights wie das DEL WINTER GAME.

Alexander Czudaj, Pilot beim Bob- und Skeleton Club Sachsen Oberbärenburg, erhielt die Auszeichnung als Nachwuchssportler des Jahres 2025. In der vergangenen Saison überzeugte er mit zahlreichen starken Ergebnissen: Bei der Junioren-WM in Altenberg holte er den ersten Platz im Zweier (U23) und den 2. Platz im Vierer (U26) sowie den Junioreneuropameistertitel im Vierer in Winterberg. Czudaj zählt mit seiner Entwicklung zu den vielversprechendsten Talenten im deutschen Bobsport und tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Harald.

Rennkanutin Nele Aurélie Reinwardt vom Wassersportverein „Am Blauen Wunder“ in Dresden wurde als Nachwuchssportlerin des Jahres ausgezeichnet. Trainiert von Jens Kühn glänzte sie als Juniorenweltmeisterin im K1 über die 1.000m. Außerdem erkämpfte sie gemeinsam mit der Leipzigerin Ivana Schuck den Vize-Juniorinnenweltmeistertitel im K4 über 500m.

Der Nachwuchstrainer des Jahres ist Jan Pötzschke. Erst seit 2024 ist er als Landesstützpunkttrainer in Dresden für den Landesruderverband Sachsen aktiv. In dieser kurzen Zeit blickt er auf eine beeindruckende Erfolgsreihe im klassischen Rudern mit zwei Bronze-Medaillen bei der U19-WM in Litauen, aber auch in der neuen olympischen Sportart Coastal Rowing zurück. So holten seine Sportlerinnen und Sportler, einmal Silber bei der U19 EM im Coastal Einer der Männer, bei der U19-WM in der Türkei sogar zweimal Gold im Coastal Zweier Sprint der Frauen und der Männer.

Als Talentstützpunkt des Jahres 2025 wurde die Abteilung Kanu-Rennsport der Sportgemeinschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe (SG LVB) gekürt. Besonders beeindruckt hat die Jury das engagierte und qualifizierte Team der Trainerinnen und Trainer, die aktive Nachwuchsförderung, das lebendige Vereinsleben und vielseitige Angebot für junge Kanubegeisterte.Eines der bekanntesten Vereinsmitglieder ist Olympiasiegerin Tina Dehmlow (geb. Dietze).

Die Nachwuchsförderpreise wurden von der Stiftung Sporthilfe Sachsen verliehen und sind mit je 1.000 Euro für Sportler, Sportlerin und Trainer sowie 2.500 Euro für den Talentstützpunkt dotiert. Zu den früheren Preisträgern gehören auch Sportgrößen wie Tina Dietze, Tina Punzel und Sophie Scheder, Eric Frenzel, David Storl oder Tom Liebscher-Lucz.

Foto: Kristin Schmidt/LSB

23. März 2026

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