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Mythos Marathon: Frauen trainieren fleißiger...

Läuferin

Marathon ist nach wie vor im Trend, vor zwei Wochen erst fiel der aktuelle Weltrekord, als Eliud Kipchoge beim Berlin Marathon in 2:01:39 h die Ziellinie überquerte. Aber es muss nicht immer ein Rekord sein, genauso spannend sind auch die Geschichten von den Helden des Alltags, für die der Marathon ein großes Ziel ist. Im letzten Jahr wurden in Deutschland insgesamt knapp 30.000 Marathons bei Strava, dem weltweit größten digitalen Sportverein, hochgeladen. Sandra Koller ist eine davon und in knapp zwei Wochen wird sie beim München Marathon an der Startlinie stehen und sich nach ihrem beeindruckenden Lebenswandel und dem Verlust von 47 Kilogramm erneut an die Königsdisziplin im Laufsport wagen. Interessant ist auch ein Vergleich der Geschlechter auf der Plattform. Denn die Auswertung zeigt, Frauen ab 50 Jahren trainieren deutlich fleißiger als ihre Männer und laufen außerdem auch konstanter, ohne auf der zweiten Hälfte der Strecke allzu viel Zeit zu verlieren.

Trainingstagebuch auf Strava: Sandra Koller verliert 47 Kilogramm und läuft jetzt Marathon
Anfangs war Laufen bei Sandra Koller nur ein Mittel zum Zweck, sie wollte möglichst viele Kalorien verbrennen und an Gewicht verlieren. Innerhalb von einem Jahr hat sie dabei 47 Kilogramm verloren. Mittlerweile ist die 25-Jährige aus der Nähe von München jede Woche 5 Mal beim Laufen und kommt so auf knapp 60 Kilometer. Dokumentiert wird alles auf der App Strava, die ihr als eine Art Trainingstagebuch dient. Der durchschnittliche Lauf einer weiblichen Sportlerin auf Strava in Deutschland ist 8,2 Kilometer lang und dauert eine Stunde. Obwohl Sandra Koller Intervalleinheiten lieber allein trainiert, ist sie wie 90 Prozent der Läufer in Deutschland froh, wenn sie jemanden findet, der sie begleitet. Denn eine Aktivität mit einem oder mehreren Trainingspartnern lässt die Motivation steigen und führt laut Strava Daten zu 29 Prozent mehr Aktivitäten insgesamt. Auch ihre aktive Trainingszeit deckt sich mit der von anderen Läufern auf Strava in Deutschland, denn die beliebteste Zeit ist nach Feierabend ab 17 Uhr. Zum Vergleich, Engländer, Franzosen und Spanier trainieren lieber um 9 Uhr morgens.

Frauen mit besserer Renneinteilung als Männer
Um einen Marathon möglichst erfolgreich zu laufen, gibt es neben den perfekten äußeren Bedingungen und einer guten Vorbereitung auch weitere Details, auf die Läufer achten müssen. Beispielsweise sollte das Tempo möglichst gleichmäßig und ohne große Schwankungen gelaufen werden. Während die Weltbesten kaum mehr als fünf Sekunden von ihrer durchschnittlichen Pace abweichen, zeigt die Auswertung der Strava-Daten, dass die Pace von Läufern in Deutschland im Durchschnitt in einer Spanne von 62 Sekunden pendelt. Außerdem zeigt die Analyse, dass sich Frauen ihr Rennen besser einteilen als Männer. Während die Differenzzeiten bei Läuferinnen im Schnitt bis zu 54 Sekunden auseinanderliegen, liegt die Spanne bei Männern sogar bei 68 Sekunden. Außerdem gehen Männer das Rennen oft sehr schnell an und laufen die erste Rennhälfte etwa sieben Minuten schneller als die zweite. Frauen hingegen laufen auch den ganzen Wettkampf über konstanter und benötigen in der zweiten Rennhälfte nur drei Minuten mehr als in der ersten. Die Strava Daten, zeigen übrigens auch, dass vor allem Frauen über 50 Jahre am gleichmäßigsten laufen.

Ohne Fleiß kein Preis – Anzahl der Trainingskilometer entscheidend für den Wettkampfzeit
Dass es für Teilnahme an einem Marathon eine gewisse Vorbereitung bedarf, ist bekannt. Nach der Auswertung der Strava-Daten aller Teilnehmer, die ihr Rennen beim letztjährigen Marathon in Berlin aufgezeichnet haben, wird deutlich, dass die Distanz, die in den 12 Wochen davor gelaufen wurde, entscheidend für die Leistung im Wettkampf war. Im Schnitt liefen Strava-Mitglieder in dieser Zeit etwas mehr als 44,4 Kilometer pro Woche – Frauen sammelten dabei durchschnittlich 39,2 Kilometer und Männer 46,3 Kilometer. Im Vergleich zu Spitzenathleten wie Eliud Kipchoge und ambitionierten Läufern, die eine Zeit unter 3 Stunden schafften, ist das jedoch relativ wenig: Sie laufen im Training zeitweise wöchentlich Distanzen von 5 Marathons, sprich zwischen 200 und 220 Laufkilometern.

Interessante Lauf-Fakten aus der Strava Community in Deutschland:

  • In den 12 Wochen vor dem Start trainierten Frauen durchschnittlich 39,2 Kilometer und 3,9 Stunden in der Woche. Männer waren 46,3 Kilometer in 4,1 Stunden unterwegs
  • Frauen mit einer Zielzeit um die 4 Stunden liefen wöchentlich 36,9 Kilometer, Männer durchschnittlich 35,7 Kilometer.
  • Die durchschnittliche Zielzeit über alle Altersklassen hinweg betrug bei den Frauen vier Stunden, die Männer waren im Schnitt drei Stunden und 49 Minuten unterwegs.
  • Der durchschnittliche Lauf einer weiblichen Sportlerin in Deutschland ist 8,2 Kilometer lang mit einer Geschwindigkeit von 6:12 min/km und einer Stunde Bewegungszeit
  • Der durchschnittliche Lauf eines männlichen Sportlers in Deutschland ist 9,9 Kilometer lang mit einer Geschwindigkeit von 4:59 min/km und 1:09 Stunde Bewegungszeit
  • Die Aktivste Region in Deutschland ist Nordrhein Westfahlen (716.556 Aktivitäten) vor Bayern (644.811) und Baden-Württemberg (501.628)
  • Das schnellste Tempo legen mit durchschnittlich 5:34 min/km jedoch die Berliner vor

Über Strava:
Strava ist der größte digitale Sportverein der Welt – mit einer Million neuen Nutzern in 30 Tagen und 14 Millionen hochgeladener Aktivitäten pro Woche verbindet Strava 34 Millionen aktive Menschen aus 195 Ländern weltweit. Dabei können Nutzer ihre sportlich zurückgelegten Strecken über eine App für Smartphones oder kompatiblen GPS-Empfängern samt den dazugehörigen Informationen zu Dauer, Geschwindigkeit, Steigung, Krafteinsatz, Temperatur oder Energieumsatz abspeichern und gleichzeitig mit Freunden teilen. Neben Laufen und Radfahren unterstützt Strava insgesamt 30 weitere Aktivitäten wie Schwimmen, Inlineskaten, Rudern oder Skifahren. Das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco wurde 2009 gegründet und beschäftigt mittlerweile mehr als 165 Mitarbeiter. Bis zum Ende des Jahres 2018 werden weitere 50 Vollzeitstellen hinzukommen, um die internationalen Wachstumsbemühungen zu unterstützen.

Foto: Pixabay

02. Oktober 2018

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