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Leipzig verabschiedet sich aus DHB-Pokal

Die Partie in der riesengroßen SAP-Arena war praktisch nach einer Viertelstunde gelaufen. „Wir hatten schon einen Plan, um wenigstens den Versuch zu unternehmen, die Löwen zu ärgern. Doch wir konnten der enormen Qualität der Gastgeber nichts entgegensetzen, und dafür sind wir selbst verantwortlich“, schätzte Trainer Michael Biegler ein, der eigentlich keine Lust hatte, die Anfangsphase der Auseinandersetzung zu kommentieren. Da klappte beim Favoriten fast alles. Sie bauten um Hendrik Pekeler einen Abwehrriegel auf, den die Gäste kaum überwinden konnten, und besaßen mit Andy Schmid und Alexander Petersson zwei Weltklassespieler, die beinahe aus dem Stand trafen und trafen. Die ersten Zwischenresultate lauteten 2:1, 6:2, 8:3, 11:4.

Auf der anderen Seite ließen die Leipziger mit dem wachsenden Rückstand die Schultern zusehends hängen. Es wollte nichts gelingen. Die Außen und Kreisspieler scheiterten am schwedischen Nationaltorhüter Mikael Alf Appelgren, der Rückraum meistens am gegnerischen Mittelblock. Jens Vortmann und Milos Putera, die beiden Keeper der Grün-Weißen, standen ebenfalls auf einem verloren Posten. Michael Biegler hatte nach nicht mal zwanzig Minuten seine zweite Auszeit genommen, um seine Männer zu justieren. Aber auch dieses taktische Mittel verpuffte. So wurden die Seiten bei einem deutlichen 17:8 Toren für den amtierenden deutschen Meister gewechselt.

Die Rhein Neckar Löwen, die in den vergangenen vier Spielzeiten immer im Halbfinale an der SG Flensburg gescheitert waren, wollen in dieser Saison endlich auch deutscher Pokalsieger werden. Sie ließen in der zweiten Halbzeit keine Sekunde nach. Sie brachten beispielsweise mit Kim Ekdahl du Rietz und Bogdan Radivojevic einen schwedischen beziehungsweise serbischen Nationalspieler auf die Platte, die die Aktionen der Gastgeber bereicherten. Da konnten die körperkulturellen Handballer an diesem Dienstag nicht wirklich mithalten. Sie wirkten wie eine graue Maus und verloren das Pokalspiel – wie eingangs geschrieben – über die weiteren Stationen 10:22, 12:26, 16:30 und 19:34 schlussendlich mit 23:35 Wirkungstreffern klar.

07. März 2018

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