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Laufende Integration durch Refugee-Lauftreffs

Refugee-Lauftreffs

„Integration durch Sport“, dies ist das Motto der „Refugee-Lauftreffs“, einer gemeinnützigen Organisation zur Initiierung und Förderung von Lauftreffs mit Flüchtlingen. Angefangen hat alles damit, dass zwei Sportler - Marco Angermann und Sebastian Schliwa, beide selbst ambitionierte Läufer - im September des letzten Jahres den Schritt wagten in Dresden einen Lauftreff mit Flüchtlingen ins Leben zu rufen. Motiviert durch die zu diesem Zeitpunkt immer lauter werdende Ablehnung gegen die Menschen, die vor Krieg und Armut zu uns geflohen sind und jetzt in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf ihre Anerkennung als Asylanten warteten. Dazu sind die beiden in der hiesigen Laufszene gut vernetzt und konnten somit gleich zu Beginn auch noch ein paar weitere einheimische Mitstreiter gewinnen, wodurch bereits der erste Lauftreff mit neun einheimischen Läufern und sechs Flüchtlingen ein großer Erfolg gewesen ist. Mittlerweile ist die Gruppe in Dresden auf im Schnitt über insgesamt 45 Teilnehmer herangewachsen und erfreut sich steigender Beliebtheit bei Einheimischen und Flüchtlingen gleichermaßen. Darüber hinaus ist den Organisatoren bereits nach den ersten beiden Lauftreffs in Dresden zusätzlich der Gedanke gekommen, dass so ein Lauftreff doch wesentlich mehr ist und nicht nur zur Anerkennung der beteiligten Menschen beiträgt, sondern diesen vor allem dabei hilft, ihre Zeit bis zur Anerkennung ihres Asylstatus sinnvoll zu gestalten und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Aus diesem Grund hat man relativ schnell damit begonnen, die Initiative auf andere Orte zu übertragen und Lauftreffs auch in Heidenau und Freiberg anzubieten. Doch die größte Herausforderung für die Lauftreffs war und ist es nach wie vor, Spenden in Form von Sportsachen - kurze und lange Sportkleidung und vor allem Laufschuhe - zu organisieren. Daher haben sich die Gründer dazu entschlossen, aus der zunächst rein ehrenamtlich agierenden Organisation eine gemeinnützige Gesellschaft zu gründen, um weitere ehrenamtliche Lauftreffs mit Flüchtlingen im gesamten Bundesgebiet zu initiieren und bestehende bei der Organisation mit Sach- und Geldspenden zu unterstützen.

Nach wie vor steht es auf der Agenda, den Flüchtlingen im Rahmen der Integration durch Sport dabei zu helfen, sich sinnvoll zu beschäftigen, Stress abzubauen und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren, indem sich diese eben im Rahmen der Lauftreffs ungezwungen über unsere Kultur informieren und mit unseren Gepflogenheiten auseinandersetzen können. Dazu möchte man allgemein das Thema Sport zu Prävention und dem persönlichen Wohlbefinden weiter fördern und vor diesem Hintergrund auch mit weiterführenden Sportangeboten in regionalen Vereinen kooperieren. Wer neugierig geworden ist, das Projekt unterstützen oder an den Refugee-Lauftreffs teilnehmen möchte, findet auf der Webseite der Organisation weitere Infos.

Foto: Eleonore Pohl, Marco Angermann

30. März 2016

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