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Können Computerspiele nützlich sein?

Computerspiele

Die wohl wenig überraschende Antwort gleich vorweg: Oh ja, Computerspiele sind in vielfacher Hinsicht nützlich. Und das vollkommen unabhängig vom Alter. Das Entscheidende ist, sich vorher darüber im Klaren zu sein, welches Spiel zu Ihren Zielen passt. Eine solide Review (Test-Übersicht) ist immer ein guter Ausgangspunkt, um das passende Spiel zu finden. Dies gilt übrigens nicht nur für Computerspiele, sondern genauso für Casino-Slots – und sogar für ganze Online Casinos. Falls Sie sich in dieser Hinsicht kompetent informieren möchten, werfen Sie mal einen Blick auf diese Vulkan Bet Bewertung. Dort wurden die Vor- und Nachteile eines der besten Online Casinos sorgfältig gegeneinander abgewogen.

Computerspiele, auch Videospiele genannt, sind immer mehr im Fokus der Medizin. Derzeit werden von einer Allianz aus der renommierten Berliner Humboldt-Universität, der Barmer Krankenkasse, dem Bundeswirtschaftsministerium und der Stadt Hamburg Spiele entwickelt, die bei Demenz, bei der Vorbeugung von Stürzen, gegen Muskelabbau bei bettlägerigen Patienten, als Reha-Maßnahme bei Schlaganfall-Patienten sowie bei Parkinson helfen sollen – und das Ganze mit nur zehn Minuten Spielen täglich.

Zocken am Arbeitsplatz für mehr Produktivität

Auch das Zocken am Arbeitsplatz – was man ja eigentlich negativ bewerten würde – hat einer Studie zufolge erstaunliche positive Effekte. 16% der Deutschen zocken mehrmals pro Woche auf der Arbeit, und zwar 28 Minuten im Durchschnitt. Was kaum einer ahnt: Wer sich nach einer Phase hoher Konzentration – beispielsweise nach dem Verfassen eines Berichts – mit einem Computerspiel entspannt, ist laut einer Studie danach deutlich leistungsfähiger und besser konzentriert. In diesem Experiment waren die Spieler gegenüber der Kontrollgruppe danach wesentlich produktiver. Wenn Sie dieselbe Zeit allerdings für einen Spaziergang oder ein kurzes Workout nutzen würden, sollten Sie einen ähnlichen Effekt erzielen.

Glücklich – traurig – kreativ

Eine andere Studie der Penn State University zeigt noch viel verblüffendere Ergebnisse: Nach dem Spielen von bekannten Videogames hatten die Testpersonen massiv bessere Kreativitätswerte. Allerdings kam es dabei auf den Gemütszustand der Testpersonen nach dem Spielen an: Die Probanden, die nach dem Spielen glücklich oder traurig waren, verzeichneten kreative Höchstwerte. Die Probanden, die nach dem Daddeln wütend oder entspannt waren, allerdings nicht. Daraus lässt sich ableiten, dass Sie ein Game nutzen können, um in einen kreativen „Flow“ zu kommen. Dazu müssen Sie das Spiel nur in dem Moment beenden, wo Sie in einer glücklichen oder traurigen Verfassung sind.

Synchronisation – Die Krone der Teamfähigkeit

Weitere interessante Fähigkeiten, die durch das Spielen geschult werden, sind Teamfähigkeit und Teamarbeit. Beides sind Soft Skills, die heutzutage im Berufsleben hoch geschätzt sind. Die höchste Form der Teamfähigkeit ist die so genannte „Synchronisation“. Ähnliche Muster treten bei flirtenden Personen auf, die kurz vor dem ersten Kuss beginnen, das Verhalten des anderen zu spiegeln. Auch das Schwärmen im Tierreich ist der Synchronisation ähnlich. Die Spieler gleichen sich im Verhalten einander an. Sie atmen gleich schnell, konzentrieren sich auf das Gleiche und zeigen sogar dieselbe Mimik. Wenn Berufskollegen diese Fähigkeit durch gemeinsames Spielen erlernen, kann dadurch eine nie zuvor dagewesene Team-Mentalität entstehen.

Normalerweise ist es schwer bis unmöglich, zwischenmenschliche Bindungen, Vertrauen und Kameradschaft unter den Mitarbeitern gezielt zu erzeugen. Und wenn, ist es ein langwieriger Prozess. Gemeinsames Spielen der Computergames kann da eine leicht umsetzbare Abkürzung sein.

English, please!

Bei den jüngeren Semestern hat das Spielen der Videogames noch einen weiteren nützlichen Nebeneffekt: Kids, die sich Videospielen widmen, bei denen auf Englisch kommuniziert wird, haben einen weit überdurchschnittlichen Englisch-Wortschatz. Und auch ihr Sprachgefühl war deutlich besser als bei den Kindern aus der Kontrollgruppe.

Videospiele als Kreativitäts-Booster

Noch beeindruckender sind die Effekte, wenn man die Kreativität betrachtet. Schließlich gibt es kaum eine wertvollere Fähigkeit als die Kreativität. Gleichzeitig gibt es aber auch kaum eine Fähigkeit, wo es so wenig Patentrezepte gibt, um dieses Können zum Erblühen zu bringen. Umso erfreulicher, dass Studien nun belegen, dass durch das lange gescholtene Spielen genau diese Fähigkeit optimal gefördert wird. Ein wahrer Segen sowohl für Eltern als auch für Kinder, bei denen Videospiele immer noch die populärsten sind. Aber keine Sorge, die Kreativität wird altersunabhängig durch Videogames gefördert. Dabei ist es auch völlig gleich, welches Game Sie spielen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass eine anderweitige Nutzung von Smartphone, Internet und PC diesen Effekt nicht hat. Stundenlang im Web zu surfen, macht Sie (oder Ihr Kind) nicht kreativer, Spiele zocken allerdings schon.

Ein frisches Gehirn durch Videospiele?

Videospiele sind wie eine Anti-Aging-Pille für Ihr Gehirn. Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich bei den meisten Menschen Ihre geistigen Fähigkeiten – sowie Ihr Reaktionsvermögen. Gäbe es doch nur eine Möglichkeit, in nur zehn Stunden ganze drei Jahre jünger zu werden – zumindest geistig. Überraschung! Videospiele sind dazu in der Lage. Noch besser, Computerspiele können Ihre geistigen Fähigkeiten, also Ihre Denkprozesse sogar über Ihr bisheriges Höchstmaß hinaus steigern. Das Spielen von Videogames bekommt also immer mehr auch eine medizinische Qualität. Jedenfalls, je mehr in diese Richtung geforscht wird.

Blitzschnelle Reaktionen: Selbst das Militär setzt auf Videospiele

Das Militär macht sich die Vorteile von Videospielen schon lange zunutze. Flug- und Panzer-Simulatoren, Gefechtssituationen aus der Ich-Perspektive (sogenannte Ego-Shooter) trainieren die Reaktionsfähigkeit und Präzision der Soldaten. Allerdings gibt es da auch eine weniger schöne Seite, die in gewisser Weise auch auf Computerspiele zutrifft. Denn den Soldaten wird so auch die natürliche Hemmung vor dem Töten abtrainiert. Sie wollen blitzschnell wohlüberlegte Entscheidungen treffen können? Sie wollen hochgradig aufmerksam sein, wie ein Adler? Die Empfehlung der Wissenschaft lautet: Spielen Sie Action-Shooter und andere Kampfspiele, wo ein großes Durcheinander herrscht.

Ein besserer Politiker durch Videogaming?

Dem einen oder anderen Politiker sollte man wohl raten, gelegentlich mal zum Controller zu greifen und eine Runde zu spielen. Hier würden sich rundenbasierte Strategie-Games anbieten. Denn etwas mehr Denkvermögen, Geduld und Diplomatie würde dem einen oder anderen Mandatsträger ganz guttun. Und selbst wer keinen Mangel aufweist: Ein Mehr an diesen Politiker- und Managerqualitäten ist in jedem Fall erstrebenswert.

Und wo ist nun der Haken?

Wie bei allem, gilt auch beim Spielen: Die Dosis macht das Gift. Beim Gaming hat sich allerdings herausgestellt, dass man schon wirklich arg viel spielen und alle anderen Lebensbereiche vernachlässigen muss, um in den schädlichen Bereich zu kommen. Ganz im Gegenteil, bis zu einem bestimmten Schwellwert steigt das Wohlbefinden meist sogar an – die (in diesem Fall jugendlichen) Probanden fühlten sich beim Spielen glücklicher. Der ermittelte Schwellwert liegt bei einer Stunde vierzig Minuten für Videospiele und bei zwei Stunden für Smartphone-Nutzung.

Abschließend lässt sich festhalten, dass es höchste Zeit ist, Computerspiele neu zu bewerten, um die positiven Effekte viel stärker zu nutzen als bisher. Wir sollten Videospiele nicht mehr nur als Vergnügen ansehen, sondern auch als Training Tools, mit denen wir unsere Fähigkeiten verbessern können.

09. März 2021

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