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Klimaschutz in Sachsen: Neue Fenster sind ein gutes Hilfsmittel

Stuhl und Tisch vor einem großen Fenster

Die sächsischen Großstädte Dresden und Leipzig weisen bei der Bebauung einen Mix aus Gründerzeithäusern, Vorkriegsbauten und Plattenbausiedlungen aus den 1960er und 1970er Jahren auf. Auch finden sich in beiden Metropolen größere Eigenheimsiedlungen. In all diesen Bereichen gibt es erhebliches Potenzial, die Umwelt, das Klima und die Geldbeutel der Eigentümer/-innen und Nutzer/-innen mit umfangreichen energetischen Sanierungen zu schonen.

Wo lohnt es sich, neue Fenster zu kaufen?

Viele Gründerzeithäuser und Wohngebäude aus der Vorkriegszeit wurden in den letzten Jahrzehnten des Bestehens der ehemaligen DDR modernisiert. Dabei wurde von einfach verglasten Holzfenstern (häufig in Kombination mit sogenannten Winterfenstern) auf Kastendoppelfenster oder Verbundfenster umgestellt. Sie sind mittlerweile mehrheitlich vier und mehr Jahrzehnte alt und sollten dringend ausgetauscht werden. Wer für solche Gebäude neue Fenster kaufen und einbauen lassen möchte, sollte direkt zu den Modellen mit einer modernen Dreifachverglasung greifen, denn sie sind sowohl bei Modellen mit Kunststoffrahmen als auch Aluminiumrahmen in Sachen Energieersparnis den Varianten mit einer Doppelverglasung eindeutig überlegen.

Auch in den Plattenbausiedlungen in den sächsischen Metropolen besteht bei den Fenstern ein unübersehbarer Austauschbedarf. Dafür sorgen zwei Punkte. Fenster und Fenstertüren in Plattenbauten aus den späten 1980er Jahren sind meistens noch im Originalzustand erhalten. Das heißt, sie wurden vor vier Jahrzehnten eingebaut und zeigen oft deutliche Verschleißerscheinungen. Bei älteren Plattenbauten (aus den späten 1960er und den 1970er Jahren) wurden kurz nach der deutschen Wiedervereinigung Fördermittel genutzt und die Fenster ausgetauscht. Aber auch sie sind mittlerweile drei Jahrzehnte alt. Funktionell mögen sie noch in Ordnung sein, aber mit den aktuellen Standards der thermischen Isolierung können sie nicht mithalten, weshalb sich der Ersatz der alten Wohnraumfenster gegen moderne Kunststofffenster mit Dreh-Kipp-Mechanik lohnt. Bei Fenstertüren für Balkone und Terrassen sind alternativ Modelle mit Parallel-Ausstell-Schiebetechnik (kurz PAS-Systeme) eine Überlegung wert.

Kunststofffenster sind für Büro- und Wohnräume die erste Wahl

Der Grund dafür sind die Vorteile, die das Material Kunststoff zu bieten hat. Weil der Kunststoff selbst ein schlechter Wärmeleiter ist, tragen auch die Rahmenprofile entscheidend zu einer guten Wärmedämmung bei. Dieser Effekt wird zusätzlich verstärkt, indem die Hersteller der Profile Hohlräume (Kammern) integrieren. Dabei ist wissenswert, dass die Mehrkammertechnik gegenüber einer Ausführung ohne Kammern keine Nachteile bei der mechanischen Stabilität bewirkt. Kunststoff für Fensterprofile lässt sich in allen denkbaren Farbnuancen einfärben und bietet den Vorteil einer einfachen Reinigung. Auch benötigen die Kunststoffprofile im Gegensatz zu alten Holzrahmen keine schützenden Anstriche, die mit steter Regelmäßigkeit erneuert werden müssen.

Worauf kommt es bei der optimalen Auswahl neuer Fenster an?

Wer Kunststofffenster mit Dreifachverglasung kaufen möchte, kann besondere Rücksicht auf die Umwelt nehmen, indem er oder sie zu Modellen greifen, deren Profile aus recyceltem Kunststoff bestehen. Dort sind in den letzten Jahren geschlossene Materialkreisläufe entstanden, wie sie mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Ressourcenschonung als optimal propagiert werden.

Interessant ist es auf jeden Fall, bei der Fensterbestellung als optionales Extra die „warme Kante“ zu aktivieren. Dabei werden die standardmäßigen Abstandshalter aus Aluminium gegen Abstandselemente aus Vollkunststoff oder mit Kunststoff ummantelten Edelstahl ausgetauscht. Dieser Tausch senkt den Wärmeaustausch über die Abstandshalter signifikant und reduziert das Risiko anlaufender Fensterscheiben (samt der davon ausgehenden Schimmelgefahr in der Fensterlaibung) erheblich.

Auch auf die Verriegelungen ist beim Fensterkauf ein prüfender Blick notwendig. Umlaufend optimal verteilte Zuhaltungen senken die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Wohnungs- und Hauseinbrüche. Das gilt vor allem dann, wenn die Verriegelungen mit dem System der gegenläufigen Krallen arbeiten. Sie haben auch Versuchen, die Fenster mit purer Gewalt aufzuhebeln, ausreichend Widerstand entgegenzusetzen. Im Souterrain, in ebenerdigen Räumen sowie in Erdgeschossbereichen gehören abschließbare Griffe für Fenster und Fenstertüren zur Basisausstattung beim Einbruchschutz.

Aktuell sind Fenstersanierungen und Fenstermodernisierungen besonders günstig

Dazu tragen mehrere Gründe bei. Einerseits sind die Kosten für Energieträger zur Beheizung sehr hoch und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Andererseits können Sanierungswillige ihren eigenen Gelbeutel durch staatliche Zuschüsse für Einzelmaßnahmen zur energetischen Modernisierung der Gebäudehülle schonen. Der zentrale Anlaufpunkt für Förderanträge für Einzelmaßnahmen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA).

Für die Erneuerung der Fenster zahlt „Vater Staat“ ab einer Investitionssumme von 2.000 Euro (Brutto-Rechnungsbetrag) stolze 15 Prozent der Kosten als Zuschuss. Dabei liegt das förderfähige Maximum pro Wohneinheit und Jahr bei 60.000 Euro. Wer sich für die komplette energetische Sanierung von Gebäuden Fachleute als Berater/-innen an die Seite holt, kann aus dem iSFP-Bundesprogramm zusätzliche 5 Prozent Kostenzuschuss erhalten, sodass sich die Gesamtförderung für die Fenstermodernisierung auf 20 Prozent erhöhen lässt.

Foto: Pixabay

01. August 2023

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