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Karate: Johanna Kneer krönt mit dem WM-Titel ein phänomenales Jahr

Karateka Johanna Kneer mit Goldmedaille in der Hand

Johanna Kneer (KJC Ravensburg) hat zum Abschluss eines für sie phänomenalen Jahres die Goldmedaille bei den Einzel-Weltmeisterschaften in Kairo gewonnen. Gegen die Weltranglisten-Zweite in der Kumite-Gewichtsklasse +68 Kilogramm, Sofya Berlutseva aus Kasachstan, hatte sich die 27-jährige "World-Games"-Gewinnerin mit 8:0 durchgesetzt und damit den Kampf 60 Sekunden vor Ablauf der regulären Zeit (drei Minuten) vorzeitig beendet. Zuletzt hatte es 2002 in Madrid eine WM-Einzel-Goldmedaille für eine deutsche Kumite-Athletin gegeben.

Auf Augenhöhe mit der Weltspitze

"Eine überragende Johanna Kneer hat mit dem WM-Titel zweifelsohne für ein Ausrufezeichen gesorgt und die Vorfreude auf unsere Heim-Europameisterschaften im kommenden Jahr in Frankfurt weiter steigen lassen", kommentierte DKV-Präsident Wolfgang Weigert das Kneer’sche Abschneiden. In seiner Funktion als Vize-Präsident der World Karate Federation (WKF) hatte er für die Medaillen-Übergabe verantwortlich gezeichnet.

Auch Kumite-Bundestrainer Noah Bitsch, 2021 in Tokio Olympia-Fünfter, geriet ob der Leistungen seines Schützlings ins Schwärmen: "Das war eine absolute Meisterleistung. Ihre Coolness, auf den Punkt abzuliefern, hat sie sich über mehrere Jahre erarbeitet. Sie ist gereift und so stabil, dass sie ihr hohes Niveau und ihr Potential jederzeit abrufen kann. Dieses Wissen sorgt für das entsprechende Selbstbewusstsein - sowohl bei Rückständen als auch bei Führungen."

Für Johanna Kneer geht somit ein Jahr zu Ende, das nicht besser hätte verlaufen können: Nachdem die zweimalige Einzel- und Mannschafts-Europameisterin (2023 in Guadalajara / 2024 in Zadar) im Mai dieses Jahres mit dem deutschen Team Gold bei der EM in Jerewan (Armenien) geholt hatte, war die "European-Games"-Siegerin von Krakau (2023) im August in Chengdu (China) erstmals "World-Games"-Champion geworden.

Die Teilnahme an der Heim-EM 2026 in Frankfurt (20. bis 24. Mai) wird für Kneer der nächste sportliche Höhepunkt in ihrer bisherigen Laufbahn sein.

Zweimal Bronze durch Mike Richter und Albert Singer im Para-Karate

Neben der Goldmedaille gab es weiteres Edelmetall durch die beiden Para-Karateka Mike Richter und Albert Singer, die sich für ihre couragierten Vorstellungen in der K21-Klassifizierung ("Menschen mit geistiger Beeinträchtigung / IQ weniger als 75") mit Bronze belohnten.

Obwohl die Athletinnen und Athleten erstmals fast einen gesamten Tag Teil dieser WM gewesen seien, sei das Niveau beeindruckend hoch gewesen, befand Wolfgang Weigert, der "allen Verantwortlichen für diese Mannschafts-Leistung und das Top-Auftreten des gesamten Teams" dankte.

Alle Informationen über die WM (inkl. Fotos und Ergebnissen) gibt es auf karate.de.

Foto: DKV / Brigitte Kraußer

01. Dezember 2025

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