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Kanurennsport: Youngster und Veteranen holen Gold am Freitag auf dem Beetzsee

Zwei Kanufahrer um Einzelkanu beim Sprint

Der erste Finaltag beim Heimweltcup für die deutsche Nationalmannschaft im Kanu-Rennsport endet mit einem Medaillenregen. Zwei Weltcup-Siege und eine Bronzemedaille versetzen das Publikum in Brandenburg an der Havel in Ekstase.

Den Auftakt in einen erfolgreichen Wettkampftag legte der deutsche Damen-Vierer hin. Nachdem es beim Auftakt im ungarischen Szeged nicht ganz wie gewünscht lief, wurden im Boot die Positionen zwei und vier getauscht – bereits im Vor- und Zwischenlauf zeichnete sich ab, dass diese kurzfristige Änderung Früchte trägt. In einem engen Finale verpasste das Boot bestehend aus Paulina Paszek, Nele Reinwardt, Pauline Jagsch und Finja Hermanussen nur knapp die Silbermedaille, behauptete im Schlussspurt aber klar den dritten Rang. „Durch die Änderungen haben wir vor allem am Start dazugewonnen und durch die kurze Einfahrzeit dieses Bootes können wir zufrieden sein, weil auch die Abstände nach vorne deutlich geringer wurden“, freut sich Bundestrainer Arndt Hanisch über den Erfolg der Damen.

Noch besser lief es im K4 der Herren. In Szeged trotz nur 0,6 Sekunden Rückstand nur Fünfte, drehte sich das Momentum für den Deutschlandvierer beim Heimspiel. Mit einem exzellenten Endspurt schob sich das Quartett Max Rendschmidt/Max Lemke/Jacob Schopf/Tom Liebscher-Lucz an den Ungaren vorbei und holte sich den Heimsieg - was laut dem Bundestrainer vor allem an der Renneinteilung lag: „Es waren einfach sehr unterschiedliche Bedingungen gegenüber Szeged. Dort war es warm, damit auch schnell gerade durch den Rückenwind. Das hier waren jetzt normalere Kanu-Bedingungen  - vor allem war das Rennen aber besser gefahren. Ein guter Start und ein herausragendes Mittelstück haben den Unterschied gemacht.“ Ebenfalls mehr als nur erwähnenswert ist der sechste Platz des zweiten Herren-K4 mit Linus Bange/Jonas Borkowski/Jonas Draeger/Moritz Florstedt. Zwei Boote in den Top 6 ist ein klarer Fingerzeig an die Konkurrenz.

Doch damit noch nicht genug: Im K1 der Damen über 1000 Meter triumphierte in ihrem erst zweiten Weltcup die 19-jährige Caroline Heuser vom AKC Oberhausen. Empfangen von der Familie nach dem Rennen sagt Heuser: „Einfach nur unglaublich, nach letzter Woche nochmal einen draufsetzen zu können. Ich bin überglücklich, dieses Rennen abgeliefert haben zu können.“ Noch surrealer wurde es für Heuser, als die deutsche Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer ihr bei der Siegerehrung die Goldmedaille überreichte. „Außer zu sagen, dass sie das super gemacht hat, fällt mir da nur wenig ein. So kann es gerne weitergehen", sagt der Bundestrainer.

Noch etwas Nachholbedarf gibt es auf den beiden anderen 1000-Meter-Disziplinen. David Bauschke im C1 sowie Jakob Thordsen und Tobias Hammer verpassten den Einzug in die A-Finals. „Wir müssen uns im Detail ansehen, was hier schieflief. Im ersten Moment geht es aber immer darum, die Athleten erstmal wieder aufzubauen“, erklärt Hanisch.

Im Parakanu darf sich Deutschland noch über eine Bronzemedaille freuen. Lillemor Köper landet in der VL2-Klasse hier auf Rang vier. Urspründglich gewonnen hatte das Rennen ihre Teamkollegin Chinette Lauridsen, die nach dem Rennen aber in die paralympische Klasse VL2 aufgestuft wurde und damit für dieses Rennen disqualifiziert wurde. Durch den errungenen Status, der zur Teilnahme für die Paralympics berechtigt, aber eine gute Nachricht für die Deutsche.

Moritz Berthold schrammte mit Position vier in der VL1-Klasse der Herren über 200 Meter knapp an Bronze vorbei – dennoch zeigt sich Parakanu-Bundestrainer André Brendel zufrieden: „Er hat seinen Platz von der WM in Mailand verteidigen können und ist relativ betrachet stärker gewonnen bei eben auch stärker werdenden Konkurrenz. Bei den Frauen war es durch die neu dazu gekommene neutrale Athletin deutlich anspruchsvoller für Chinette. Die neue Klassifizierung direkt jetzt zu haben ist natürlich super für uns, weil das die Arbeit erleichtert. Da hängt so einiges dran, beispielsweise die Zugehörigkeit in einen Bundeskader."

Foto: Internation Canoe Federation

17. Mai 2026

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