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Ist es heutzutage überhaupt noch sinnvoll, sich in der Bank über Aktien beraten zu lassen?

Aktien

Wer langfristigen Erfolg mit der Geldanlage in Aktien haben und so seine finanzielle Situation auf mittlere und lange Sicht verbessern möchte, sollte berücksichtigen, dass ein potenzieller Erfolg mit Aktien auf vielen unterschiedlichen Säulen ruht. Jede einzelne der tragenden Säulen muss berücksichtigt und entsprechend gewürdigt werden, wenn sich der finale Erfolg einstellen soll. Beleuchten wir nachfolgend die tragenden Säulen der erfolgreichen Aktienanlage etwas genauer.

Erste Säule des Erfolgs - Die technische Abwicklung

Wer Aktien kaufen und sich so ein Aktiendepot zusammenstellen möchte, muss wissen, wie das geht. Bei diesem Schritt erweist sich der Bankberater als nützlicher und vertrauensvoller Berater des Anlegers. Er hilft bei den notwendigen Formalitäten, informiert den Anleger, eröffnet ein Wertpapierdepot und weist nicht zuletzt auch auf die Risiken der Aktienanlage hin. Jedoch muss hier gleich mit erwähnt werden, dass der Bankberater für aktuelle Kursbewegungen am Markt nicht immer der beste Ansprechpartner ist. Näheres dazu finden Sie hier erklärt (gerade für Anfänger wichtig zu wissen).

Zweite Säule des Erfolgs - Die richtige Dosierung

Geld in Aktien anzulegen ist ein Weg, der sich finanziell auszahlen kann. Bei der Frage, wie viel Geld der Anleger in Aktien investiert, wird der Bankberater verschiedene Modelle ansprechen. Angefangen von den Chancen und Risiken der Einmalanlage in Aktien bis hin zum regelmäßigen Aktiensparen auf monatlicher Basis. Wer über Spareinlagen verfügt, kann den Teil, der für Aktienkäufe vorgesehen ist, beispielsweise sofort und komplett in Aktien investieren. Oder der Anleger bevorzugt Etappenziele. Das erste Drittel des Geldes sofort, das zweite in einem Jahr und das dritte Drittel in einem weiteren Jahr. Dies hat den Vorteil, dass ein möglicher Verlust nach der Erstinvestition in Aktien durch Aufteilung des Kapitals und Einsatz in Etappen ein wenig ausgeglichen werden kann. Der Fachmann spricht hier vom "Cost Average Effekt" oder in Deutsch, dem Durchschnittskosteneffekt.

Dritte Säule des Erfolgs - Die richtige Anlagestrategie

Das Anlageuniversum im Bereich der Aktienanlage ist groß. Es gibt zyklische Aktien, konsumintensive Aktien, kleine Aktiengesellschaften, große Aktiengesellschaften (Global Player) oder auch Aktien mit Zukunftstechnologien, die sich zum Beispiel dem Thema der wachsenden Bedeutung der Wasserstoffentwicklung im Bereich der Brennstoffzellen widmen. In diesem Themenbereich kann der Bankberater nur bedingt beratend tätig werden. Die Frage, in welchen Aktien sich ein Anleger wohlfühlt, ist vergleichbar mit dem Bereich des Kochens. Welches Gericht dem Anleger am Ende am besten schmeckt, kann ein Bankberater nicht für einen Dritten entscheiden. Hier ist der Anleger selbst gefragt, der auch seine persönliche Lebenssituation in die Aktienanlage einfließen lassen kann und sollte. Wer beispielsweise als Naturwissenschaftler in einem Unternehmen der Pharmabranche arbeitet, hat bessere Möglichkeiten, die Marktposition von Konkurrenzunternehmen abzuschätzen als ein Banker. Bessere Informationen können helfen, die Performance am Aktienmarkt zu verbessern.

Vierte Säule des Erfolgs - Das Neue

Ein großer Reiz am Aktienmarkt für den Anleger wird von Unternehmen ausgesendet, die versuchen, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Zukunft zu gestalten. Als Beispiel seien hier abermals Aktien von Unternehmen beschrieben, die das Thema Wasserstoff ins Zentrum ihres unternehmerischen Handelns gerückt haben. Wer den Umgang und die kostengünstige Verwendung mit dem hochexplosiven Wasserstoff beherrschbar macht, kann der Vorreiter einer Energiewende werden, die Wasserstoff als Hauptenergiespeicher nutzt. Dieser findet dann zum Beispiel Verwendung in der Elektromobilität über Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff und Sauerstoff kontrolliert zusammengeführt wird um durch diese Reaktion Strom zu erzeugen, der als Antrieb für Autos genutzt werden kann.

In diesem Bereich ist zum Beispiel die kanadische Ballard Power schon seit Jahren aktiv. Bevor jedoch Wasserstoff energetisch genutzt werden kann, muss er zunächst einmal erzeugt werden. Diese Geräte, die Wasser in seine chemischen Elemente Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen, werden Elektrolyseure genannt und von der norwegischen Aktiengesellschaft Nel hergestellt. Wer auf die explosionsartig wachsende Bedeutung von Wasserstoff setzt, kann als Anleger auch in Unternehmen investieren, deren traditioneller Geschäftsbereich der Umgang mit Gasen ist, wie zum Beispiel eine Linde. In Zukunft interessant wird aber vor allem sein, dass der Umgang mit Wasserstoff durch neue Technologien sicherer gestaltet wird. Dazu ist es notwendig, den reinen Wasserstoff an ein Trägermedium zu binden, mit dem dieser dann unbedenklich transportiert werden kann. Nitroglyzerin als Sprengstoff hätte niemals eine Bedeutung erlangt, wäre es Alfred Nobel nicht gelungen, diesen an ein Trägermaterial zu binden und dadurch ohne Sicherheitsbedenken transportieren und lagern zu können. Erst dieser Schritt hat zum großen Erfolg von Dynamit beigetragen.

Auch heute forschen Wissenschaftler an der Zähmung von Wasserstoff. Inzwischen mit großem Erfolg. So konnten organische Trägerflüssigkeiten entdeckt werden, die Wasserstoff in großen Mengen aufnehmen, binden und sichern können. Substanzen, die billig und nicht entflammbar sind. Sie dienen wie ein Reservoir für Wasserstoff, der in diesem organischen Flüssigleiten nach Belieben gespeichert und wieder abgegeben werden kann. Hydrogenius Technologies heißt ein deutsches Vorreiterunternehmen in diesem Bereich. Am Aktienmarkt leider nicht vertreten. Anders als der strategische Anteilseigner, die Anglo American Platinum aus Großbritannien. Eine am Aktienmarkt handelbare Tochtergesellschaft des Rohstoffgiganten Anglo American. Doch bei aller Faszination für das Neue sei auch geschrieben, dass diese neuen Produktbereiche hart umkämpfte und wettbewerbsintensive Geschäftsfelder darstellen, die am Ende nur einige wenige Sieger zu Tage fördern. Diejenigen Unternehmen, die einen neuen und in Zukunft bedeutenden Bereich der Wirtschaft beherrschen und dominieren, können einen Anleger märchenhaft reich machen. Dieser muss dann "nur" die richtigen Unternehmen auswählen und seinem Investment genügend Zeit der Entwicklung geben, was eine direkte Überleitung zur fünften Säule des Erfolgs ermöglicht, nämlich der Psyche des Anlegers.

Fünfte Säule des Erfolgs und vielleicht die wichtigste - Mentale Stärke

Die Psyche eines Anlegers ist ein dominierender und zugleich kritischer Faktor eines erfolgreichen Anlegers. Anders als der Kauf einer Immobilie, der in der Regel auf viele Jahre oder Jahrzehnte ausgerichtet ist, wird der Anleger an der Börse sekundenschnell über aktuelle Aktienkurse informiert. Mit stark steigenden oder stark fallenden Aktienkursen werden Emotionen geweckt, die Anleger oft zu falschen Entscheidungen drängen. Übrigens ein ausschlaggebender Punkt, bei dem ein Banker einem Anleger kaum helfen kann, zumal auch der Banker als Mensch exakt den gleichen Emotionen unterliegt wie der Anleger. Hier ist emotionale Stärke gefordert und die Kraft für richtige Entscheidungen. Diese Eigenschaft hat nicht jeder Anleger und wer dazu neigt, in Panik alle Aktieninvestments zu verkaufen, sollte besser nicht am Aktienmarkt sein Glück versuchen.

Foto: Pixabay

12. Juni 2019

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