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Handball: Leipzig holt höchsten Bundesliga-Heimsieg

DHfK

Kein geringerer als Winston Churchill soll seinerzeit gesagt haben: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ Jedenfalls hatte die Leutzscher Welle vor dem Bundesligaspiel SC DHfK Leipzig gegen HC Erlangen für die Gastgeber eine Siegchance von nur 44 Prozent errechnet. Auf Grund der Ergebnisse der bisherigen Spiele gegeneinander, die meistens die Franken gewonnen hatten, auf Grund der starken Einzelspieler der Franken, die erheblich mehr Länderspiele absolviert hatten. Doch traue keiner Statistik: Die Sachsen warfen die Franken mit einem deutlichen 34:24 (15:12) aus der ARENA Leipzig. Das war der höchste Heimsieg der körperkulturellen Handballer in der dritten Saison in der Bundesliga.

Allerdings können Statistiken auch versteckte Wahrheiten in den Fokus rücken. Denn die ersten 25 Minuten des aktuellen Bundesligaspiels zwischen den – vom Tabellenstand her – favorisierten Gastgebern und den Erlangern verliefen ausgeglichen. Die körperkulturellen Handballer legten stets einen Treffer vor, den die Gäste mit dem Ausgleichstor konterten. Maximilian Janke, Niclas Pieczkowski und Andreas Rojewski trafen aus dem Rückraum, Yves Kunkel verwandelte (beinahe) alle Siebenmeter für die Sachsen traumhaft sicher, doch insbesondere Nico Büdel und Nikolei Lenk schafften auf der Gegenseite den Gleichstand. Selbst ein zwischenzeitliches 9:6 hatte nur eine geringe Lebensdauer. Martin Stranovsky verwandelte einen seiner sieben Siebenmeter zum 12:12. Die beiden Teams zeigten ein tolles Handballspiel, sie waren praktisch auf Augenhöhe.

Oft werden Handballspiele von wenigen Kleinigkeiten entschieden. Erst brachten Franz Semper und wiederum Yves Kunkel (vom Siebenmeterstrich) die Einheimischen mit zwei Treffern in Führung. Dann begingen die Erlanger in den letzten acht Sekunden vor dem Seitenwechsel noch einen technischen Fehler im Vorwärtsgang, den Benjamin Meschke – anstelle eines möglichen Anschlusstores – mit seinem ersten Treffer des Tages bestrafte. So wurden die Seiten bei einem 15:12 anstelle eines ebenso wahrscheinlichen 14:13 gewechselt. „Das war ein enormer psychologischer Vorteil für uns“, schätzte Trainer André Haber die knifflige Situation ein.

Das Zwischenergebnis gab den grün-weißen Handballern viel Selbstvertrauen für die folgenden 30 Minuten. „Wir haben unsere hervorragende Leistung vom Pokalspiel bei MT Melsungen fortgesetzt“, betonte André Haber. Seine Männer waren in der Abwehr noch aggressiver, sie konnten die Aktionen der Erlanger früh stören, außerdem hielt „Professor“ Jens Vortmann im einheimischen Kasten den einen oder anderen Ball. So wuchs der Vorsprung der Gastgeber kontinuierlich an. Gleichgültig, ob Lukas Binder oder Peter Strosack von den Außenpositionen, Franz Semper oder Philipp Weber aus dem Hinterhalt, Benjamin Meschke vom Kreis – die Leipziger spielten praktisch aus einem Guss. 19:13, 23:15, 27:20, 32:22. Sie machten den eigenen Anhängern in der Arena viel Freude. „Das war eine runde Sache!“ betonten Meschke, Strosack, Haber und viele andere Beobachter nach dem Match.

Schließlich gewannen die grün-weißen Gastgeber die Begegnung mit 34:24 Toren klar. Ein Ergebnis, das wenige Handballfans vor der Begegnung vorausgesagt hatten. Doch traue nie einer Statistik, die du nicht selber...

23. Oktober 2017

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