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Durch Ausdauer zum Erfolg: Wie der "Gewinner-Effekt" beim Training hilft

Gewinner

Sport wirkt sich in vieler Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. Der Ruhepuls sinkt, weil das Herz kräftiger wird. Der Blutdruck optimiert sich, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wird geringer; insbesondere beim Krafttraining werden nicht ausschließlich die Muskeln, sondern auch das Stützgewebe des Körpers gekräftigt, wie Quarks schreibt. Die Folge: Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist wird trainiert. Sportler sind selbstbewusster, ruhiger und fühlen sich eher bereit, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Damit dieser „Gewinner-Effekt“ aber eintritt, müssen zunächst Hürden überwunden werden. Denn gerade zu Beginn des Trainings bleiben Erfolgserlebnisse oft noch aus oder halten sich in Grenzen. Wie können Hobbysportler das Training richtig angehen, um maximal zu profitieren?

Das gesunde Maß

Entscheidend sind sowohl das richtige Maß, als auch Konstanz und Geduld. Die WHO empfiehlt, 150 Minuten intensiven Sports pro Woche zu betreiben - das sind lediglich 2,5 Stunden. Dabei ist es wichtig, gerade am Anfang Übertraining zu vermeiden: Oft stürzen neue Sportler sich begeistert ins Kraft- oder Ausdauertraining und sind dann nach wenigen Wochen mit der Motivation am Ende, da sie auf einen schnellen, sofortigen Effekt hoffen.

Doch dies ist nicht die korrekte Herangehensweise, wie man mit einem Blick auf Profisportler sieht. Sportlegenden wie Dirk Nowitzki, Michael Schumacher, Bastian Schweinsteiger oder Boris Becker sind nicht jedes einzelne Mal als Sieger vom Platz oder der Rennstrecke gegangen.

Beispiele aus der Sportwelt

Gewinner

Einige Beispiele verdeutlichen dies gut: Formel 1 Star Sebastian Vettel zum Beispiel galt zwischen 2010 und 2013 als das absolute Maß des Motorsports - nur um dann mit Ferrari eine Durststrecke zu erleben und in die Kritik zu geraten. 2021 schlug der Heppenheimer dann gleich mit mehreren tollen Performances zurück und gilt seitdem wieder als einer der besten Fahrer der Welt.

Ein anderes gutes Beispiel ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die 2014 auf dem absoluten Höhepunkt war, dann aber bei der WM 2018 enttäuschte und in der Gruppenphase ausschied; nur um jetzt wieder zu den Favoriten bei der Euro 2020 zu gehören. Bei Sportwetten bei Anbietern wie Mr Green sieht man dies besonders deutlich: Vor wenigen Monaten noch als überschätzt verschrien, gilt die Mannschaft um Bundestrainer Joachim Löw beispielsweise für das Spiel Deutschland gegen Ungarn am 23. Juni mit Quoten von 1,21 zu Ungarns 14,00 (Stand 15. Juni) als haushoher Favorit. Und gerade wenn während der laufenden Partie Live-Wetten abgegeben werden können, drehen sich die Quoten innerhalb weniger Minuten oft mehrmals. Schnell wird klar: Der Sport ist schnelllebig; auch absolute Profis und Topteams durchlaufen schwierige Zeiten.

Und auch für Hobbysportler gilt: Ob Fußball oder Ausdauertraining - es wird immer Rückschläge geben und die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten verläuft selten linear. Was Topsportler von Amateuren abhebt, ist die Beharrlichkeit, mit der sie auch nach Rückschlägen weitermachen. Oder wie der legendäre Film-Boxer Rocky Balboa sagte: „Es kommt nicht darauf an, wie hart du zuschlagen kannst. Sondern darauf, wie oft du wieder aufstehen kannst, nachdem du zu Boden gegangen bist“. Damit der Gewinner-Effekt sich einstellt, benötigen Sportler also vor allem eines: Ausdauer und die Fähigkeit, regelmäßig zu trainieren.

Wie man sich den Gewinner-Effekt antrainiert

Doch wie trainiert man sich den Gewinner-Effekt an? Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Wer beispielsweise eine künstlerische oder musikalische Fähigkeit erwerben will, bewegt sich oft lange auf einem Plateau, bevor schließlich ein starker Lerneffekt eintritt. Das Einstudieren einer neuen Fähigkeit kann einem daher viel über den Gewinner-Effekt beibringen.

Und auch im Berufsleben benötigt es Zeit, um in eine neue Rolle hineinzuwachsen. Auch hier können die Lehren aus dem Sportbereich daher beinahe deckungsgleich übertragen werden - und auch hier setzt der Gewinner-Effekt erst mit Zeit und Ausdauer ein. Wer diese Prinzipien beim Sport berücksichtigt, feiert letztlich größere Erfolge.

Fazit

Der Gewinner-Effekt treibt Sportler an. Doch um von den Vorzügen dieses psychologischen Zustandes zu profitieren, braucht es Maß und Ausdauer. Wer intelligent und regelmäßig statt nur hart trainiert, stärkt so letztlich nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Fotos: Pexels

14. April 2021

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