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Dresdner Stadtsportbund fordert Sportinvestitionen zu verstetigen und zu dezentralisieren

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Die Investitionen von ca. 50 Mio. Euro in drei Großprojekte werden begrüßt. Zukünftig sollen besonders der Neu- und Ausbau sowie die Sanierung kleinerer Sportstätten in den Mittelpunkt rücken, fordert der Stadtsportbund Dresden. Die teure Sanierung des Sachsenbades wäre dagegen sportpolitisch wirkungslos.

Im Dezember 2019 stellte der Dresdner Stadtrat in seinem Beschluss zur Sanierungs- und Entwicklungskonzeption für Sportstätten (SANEKO) nach mehrjähriger Analyse fest, dass der Bedarf für die Aufrechterhaltung und Erweiterung der Dresdner Sportinfrastruktur zu diesem Zeitpunkt bei 307 Millionen Euro lag. Die Liste der betroffenen Sportstätten wies dabei 152 Einzelpositionen auf.

137 Millionen Euro werden nach o.g. Analyse benötigt, um bestehende Sportstätten zu sanieren und zu modernisieren. Der Stadtsportbund Dresden e.V. begrüßt die mutigen und kostenintensiven Schritte zur Errichtung des Trainingszentrums der SG Dynamo Dresden sowie zur Sanierung des Heinz- Steyer-Stadions und der Margon-Arena. Hierdurch werden Trainings- und Wettkampfbedingungen vorrangig für den Leistungssport in den Sportarten Fußball, Volleyball und Leichtathletik optimiert und an Dresdner Traditionen angeknüpft. Allerdings wird die Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions kreditfinanziert. Der Eigenbetrieb Sport muss sich in Höhe von 30 Millionen Euro verschulden und eine jährliche Rate zur Rückzahlung entrichten. Der Stadtsportbund Dresden e.V. fordert, dass diese Rate sowie die Betriebskosten zum Stadionbetrieb dem Eigenbetrieb Sport in jedem Jahr vollständig zusätzlich zur derzeitigen Finanzierung des Dresdner Sports zur Verfügung gestellt werden.

Die Ausgabenhöhe für die drei genannten Großprojekte muss in den kommenden Jahren verstetigt werden. Der Stadtsportbund Dresden e.V. fordert, dass zukünftig die 152 Einzelpositionen der o.g. Analyse in der gesamten Breite aller Sportvereine und Sportarten des Dresdner Breitensports im Blick bleiben. Dies betrifft u.a. Vereinssporthallen, Bootshäuser, Fußballplätze, Funktionsgebäude und Kegelbahnen. Im Rahmen der Wahlprüfsteine des Stadtsportbundes Dresden zur Kommunalwahl hatten sich alle Stadtratsfraktionen zu einem solchen Weg bekannt. In den Haushaltsentwürfen aber stehen jährlich nur zwei Millionen Euro Eigenmittel der Stadt für solche kleineren Sportstätten zur Verfügung. Dankenswerterweise erhöhte der Stadtrat in den vergangenen Jahren im Rahmen der Haushaltsberatungen diesen Vorschlag jeweils um 1,5 bis 3 Millionen Euro zugunsten des Sportstättenbaus. Von einem planmäßigen Abbau des Sanierungsstaus bis 2030 (Zeitraum nennt das SANEKO) sind wir damit trotzdem weit entfernt.

Neben der Sanierung ist der flächenmäßige Zuwachs von Sportanlagen dringender Bedarf für den Dresdner Sport. Einer Verdopplung der Mitgliederzahlen in den vergangenen 20 Jahren steht kein nennenswerter Zuwachs an Sportflächen gegenüber. Dadurch können zahlreiche Dresdner Sportvereine mittlerweile keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen. Die Entwicklung stagniert aufgrund der begrenzten Kapazitäten. Der Stadtrat hatte im SANEKO im Dezember 2019 zur Entwicklung von funktionstüchtigen Sportstätten einen Bedarf von 164 Millionen Euro außerhalb von Schulsporthallen und Bädern festgestellt. Darum fordert der Stadtsportbund Dresden e.V. die Entwicklung weiterer Sportstätten auf neuen Flächen, u.a. im Dresdner Südpark, Wissenschaftsstandort Ost, Harkortstraße und Hufewiesen. Demgegenüber sieht der Stadtsportbund Dresden e.V. keinen sportpolitischen Effekt durch die Sanierung des Sachsenbades. Einer teuren denkmalgerechten Sanierung stünde nur ein geringer Zuwachs an Schwimmfläche gegenüber. Stattdessen sollten o.g. Projekte entwickelt und bei Bedarf moderne Schwimmhallen gebaut werden.

Zur Umsetzung der Dresdner Sanierungs- und Entwicklungskonzeption für Sportstätten bis 2030 fordert der Stadtsportbund Dresden e.V. die Nutzung von städtischen Eigenmitteln in Höhe von 10 Millionen Euro pro Jahr.

24. Februar 2021

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