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Die Verschmelzung von Sport und Technik

Kamera

Sport war schon immer etwas betont körperliches, moderne Technik hatte in der Vergangenheit kaum etwas damit zu tun. Das ändert sich nun, und zwar rasant. Immer mehr moderne Hilfsmittel gesellen sich zu Fußball, Tennis, Leichtathletik und Co., manchmal recht versteckt, in einigen Fällen auch sehr deutlich zu sehen. Sie helfen dabei, Entscheidungen zu treffen oder den Sport einem breiten Publikum zu präsentieren. Den Sportler selbst entbinden sie nicht von seinen hohen Leistungsanforderungen, sie machen ihn aber sichtbarer für seine Fans und Kritiker.

Wenn der Videoschiedsrichter seine Entscheidung fällt

Der Videoschiedsrichter hat entschieden: Dieser Ball wurde aus dem Abseits ins Tor geschossen. Der Punkt geht verloren, obwohl der reale Referee auf dem Feld es anders wahrgenommen hat. Im Fußball ist es längst gang und gäbe, dass wichtige Entscheidungen technisch geprüft werden. Auch beim American Football, im Basketball und beim Cricket sind Videobeweise zugelassen. Aus mehreren Kameraperspektiven formt sich in der Regel ein eindeutiges Gesamtbild, das von einem einzigen Standpunkt auf dem Feld nicht ersichtlich wird. Insgesamt also eine gute Sache, die mehr Fairness ins Spiel bringt und menschlichen Fehler an bestimmten Stellen eliminiert. Trotzdem bleiben immer wieder Ermessensentscheidungen übrig, zum Beispiel, ob ein bestimmter Move tatsächlich ein Foul war.

Wenn die Fans gern eine eigene Mannschaft möchten

Die heutigen Fans möchten beim Sport nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden. Dazu begeben sie sich aber zumeist nicht selbst aufs Spielfeld oder in die Halle, sondern setzen sich vor den Rechner bzw. die Spielkonsole. Die berühmte FIFA-Reihe von EA Sports ist ein Beispiel dafür, wie stark die Sportfreunde ihr Hobby digital zelebrieren: Jedes Jahr kommt ein neues Spiel dieser Serie heraus, und immer wieder ergeben sich wahre Verkaufsrekorde. Jeder möchte seine eigene Mannschaft mit den großen Stars der Szene zusammenstellen und das Team in die Champions-League oder auf ein anderes berühmtes Turnier entsenden. Im Basketball nennt sich das Ganze NBA 2K und erobert seit etwa 20 Jahren immer wieder neu den Markt. Ähnliche Games lassen sich auch für die NHL, NFL oder im Motorsport finden.

Wenn digitales Pokern auf reale Martial-Arts-Turniere trifft

Das Potenzial in der Verknüpfung von Sport und Unterhaltung steckt, erkannte auch der Online-Games Anbieter PokerStars. So verfügt der Anbieter nicht nur über ein eigenes Fußball-Studio im Spielformat, sondern kooperiert auch mit der UFC. Die Ultimate Fighting Championship als Mixed-Martial-Art-Organisation genießt vor allem in den USA wachsenden Ruhm, ihre wichtigsten Veranstaltungen strömen im Pay-per-View-Format über den digitalen Äther. Die UFC100 erreichte allein am 11. Juli 2009, dem Rekordtag, etwa 1,6 Millionen zahlende Zuschauer. PokerStars stellt seit diesem Jahr virtuelle Spin & Gos mit UFC-Branding zur Verfügung. Spin & Gos sind schnelle, actionreiche Pokerturniere mit drei Spielern, die in ihrer Dynamik perfekt zum Kampfsport passen.

Wenn Football zu einem virtuellen Fantasiespiel wird

Eine gelungene Verknüpfung von Sport und Technik ist auch im Bereich Fantasy Football gelungen. Hierbei handelt es sich um ein internetbasiertes American-Football-Spiel, das in früheren Zeiten auf dem Postweg funktionierte. Die Mitspieler stellen sich ihre eigenen Fantasieteams aus realen Sportlern zusammen, dabei spielen Fantasy Drafts und Auktionen eine große Rolle. Je nachdem, wie die echten Footballspieler auf dem Feld sich in der betreffenden Saison geben, erhalten die Fantasiemannschaften Punkte – oder auch nicht. Gewonnen hat natürlich derjenige, der zum Saisonabschluss die meisten Punkte auf sich vereint. Die Spielergemeinschaften halten in den USA oft nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte. Es ergeben sich eingeschworene Fan-Nester, die ihrem Sport und dem Fantasy Football für immer die Treue halten.

Wenn der Lieblingssport live aufs Handy gelangt

Natürlich hat die Freude am Sport längst auch den App-Sektor erfasst. DAZN gehört aktuell zu den erfolgreichsten Streamingdiensten, die leider nur im kostenpflichtigen Abo zu haben sind. Der Dienst ist per App auch auf mobilen Geräten nutzbar, so kommt jedes wichtige Sportereignis direkt aufs Handy. Die große Show dann per HDMI-Kabel auf TV zu übertragen, ist kein großer Akt. Mit einer Auflösung von 1080p steht eine Full-HD-Variante zur Verfügung, die bei einer Internetverbindung von wenigstens 9 Mbit gut funktionieren sollte. Der Spaß kostet allerdings im Moment 9,99 Euro pro Monat, eine Gebühr, die für einen glühenden Sportfan sicher nicht die Welt bedeutet.

App

Wenn eine App das Training steuert und optimiert

Und dann gibt es da natürlich noch die vielen Trainings-Apps, die wohl dem Profisportler als auch dem Laien gekonnt auf die Beine helfen. Runtastic soll uns hier als Beispiel herhalten, die App ist kostenlos zu haben und verzeichnet derzeit schon mehr als 10 Millionen Downloads. Das Programm läuft sowohl auf iPhone als auch auf Android und verleiht Ausdauersportlern die Möglichkeit, ihr Training zu optimieren. Es erfasst die Trainingsdauer, verzeichnet die derzeitige Laufgeschwindigkeit und zeigt die verbrannten Kalorien an. Wer zusätzliche Funktionen aktiviert, der profitiert noch mehr: GPS- und Schuh-Tracking stehen dabei zur Auswahl, ebenso wie das individuelle Tagebuch und die Direktleitung zur Apple Watch. Die daraus gezogenen Daten sollen der Motivation dienen und den Sportler befähigen, seine Trainingseinheiten zu perfektionieren. Das Data Center von Sigma Sport erfüllt z.B. ähnliche Funktionen.

Sicher gäbe es noch einige Beispiele mehr, doch dieser Artikel soll nur darauf aufmerksam machen, wie sehr Technik und Sport inzwischen auf positive Weise ineinandergreifen. Die heute lebenden Sportfans dürfen sich freuen, an dieser Entwicklung teilzuhaben, denn nie zuvor rückte ihr Hobby näher an sie heran als jetzt.

Fotos (von oben nach unten): MMAston (Author), CC BY-SA 4.0 (Licence) | Create Health (Author), CC BY 2.0 (Licence)

25. Juni 2019

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