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Die Verbindung zwischen Trainingsprogramm und Libido verstehen

Frau in roten Leggins macht Situps auf Yogamatte

Für viele kann der Alltag den Sex an den Rand der Prioritätenliste drängen. Ein deutliches Nachlassen des sexuellen Verlangens könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass es an der Zeit ist, Ihr Trainingsprogramm zu überdenken. Überraschenderweise gibt es einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Trainings und der Libido.

Die Sexologin Brenda Jensen von Erobella erklärt, dass sich zwar mehrere Faktoren auf die Libido auswirken, dass aber Bewegung ein wichtiger Faktor ist. Mäßige Bewegung steigert in der Regel die Libido, während übermäßige Bewegung zu einem Rückgang führen kann. Aber was steckt hinter diesem Zusammenhang?

Zunächst ist es wichtig, die Libido zu definieren, die Jensen als das allgemeine Interesse einer Person an Sex über einen längeren Zeitraum hinweg beschreibt, im Gegensatz zur momentanen Erregung. Die Libido ist von Natur aus subjektiv und variiert erheblich von Person zu Person. Was ein "hoher" oder "niedriger" Sexualtrieb ist, kann je nach individueller Sichtweise unterschiedlich sein.

Die ganzheitliche Gesundheitsexpertin Ana Gonzalez Herrera, Gründerin und Geschäftsführerin der Hormone University, betont, dass jede Libidostufe normal ist und nur plötzliche, drastische Veränderungen Anlass zur Sorge geben sollten. Ihre Libido wird von psychologischen, emotionalen und physiologischen Faktoren beeinflusst, einschließlich Stress, geistigem Wohlbefinden, Hormonspiegel, Medikamenten und allgemeiner Gesundheit.

Auch die Wahl des Lebensstils spielt eine entscheidende Rolle. Schlafqualität, Ernährung, Drogenkonsum und Beziehungsdynamik können sich alle auf Ihr Verlangen nach Sex auswirken. Wenn Sie mit Ihrem Partner im Streit liegen oder unbefriedigende sexuelle Erfahrungen mit ihm gemacht haben, wird sich das wahrscheinlich auf Ihre Libido auswirken.

Bewegung hat einen erheblichen Einfluss auf die Libido, da sie das Stressniveau, die psychische Gesundheit, die Selbstwahrnehmung und die Wahl des Lebensstils beeinflussen kann. Regelmäßige körperliche Aktivität wird im Allgemeinen mit einem gesteigerten Sexualtrieb in Verbindung gebracht, ein Zusammenhang, der durch zahlreiche Studien belegt wird. Physiologisch gesehen kann Sport die Hormone steigern, die das sexuelle Interesse fördern. Insbesondere moderates Training erhöht nachweislich den Testosteronspiegel bei Männern und Frauen, der eng mit der Libido zusammenhängt.

Während sowohl Widerstands- als auch Ausdauertraining die Libido steigern können, kann Übertraining den gegenteiligen Effekt haben. Der Physiotherapeut Grayson Wickham, Gründer von Movement Vault, weist darauf hin, dass das Übertrainingssyndrom - das aus übermäßigem Training ohne angemessene Erholung resultiert - zu Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Stress, schlechtem Schlaf und sogar zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen kann. Diese Symptome können sich nachteilig auf den Sexualtrieb einer Person auswirken.

Nach intensiven Trainingseinheiten konzentriert sich der Körper vorrangig auf die Regeneration und weniger auf die Fortpflanzung. Folglich hat die Muskelreparatur Vorrang vor der sexuellen Aktivität. Darüber hinaus kann Übertraining das endokrine System stören, den Cortisolspiegel erhöhen und möglicherweise zu einem Rückgang der Sexualhormone führen, wodurch die Libido verringert wird.

Bei den meisten Menschen ist es unwahrscheinlich, dass sie in ein Übertraining geraten, aber bestimmte Gruppen, wie Ausdauersportler und Hochleistungssportler, sind stärker gefährdet. Auch Fitness-Neulinge sollten auf Anzeichen für Übertraining achten, einschließlich Veränderungen des Sexualtriebs.

Wenn Sie Schwankungen in Ihrer Libido feststellen, könnte dies ein Signal Ihres Körpers sein, das Aufmerksamkeit erfordert. Es ist ratsam, einen Gesundheitsdienstleister zu konsultieren, um zugrundeliegende Probleme auszuschließen und die Auswirkungen von Medikamenten auf die Libido zu besprechen. Wenn Sie Ihr Trainingsprogramm anpassen möchten, sollten Sie dies unter professioneller Anleitung und unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Medikamenten tun.

In der Zwischenzeit sollten Sie, wenn Sie regelmäßig trainieren, der Erholung Vorrang einräumen. Wickham empfiehlt Praktiken zum Stressabbau, hochwertige Ernährung und Erholungsprotokolle wie Saunagänge, Schaumstoffrollen und Selbstmassage, um das allgemeine Wohlbefinden und damit auch Ihre Libido zu fördern.

Foto: Unsplash

12. November 2023

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