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Braunbär bei Fußballspiel - Wo sind die Grenzen?

Im russischen Pyatigorsk hat ein dressierter Braunbär Medienberichten zufolge bei einem Zweitliga-Fußballspiel den Ball vor dem Anpfiff an den Schiedsrichter überreicht und für die Zuschauer mit den Pfoten geklatscht. Sind hier die Grenzen zur Tierquälerei schon überschritten? Dipl.-Biologe und Wildtierexperte Thomas Pietsch von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz sieht das wie folgt:

„Vor Publikum muss der Bär unnatürliche Bewegungsabläufe ausführen. Der Trubel und der Lärm eines Fußballspiels bedeuten immensen Stress für das hochsensible Wildtier. Als Tierschutzorganisation verurteilt VIER PFOTEN jegliche Ausbeutung von Wildtieren für Unterhaltungszwecke rigoros! Der Auftritt ist darüber hinaus mit großen Sicherheitsrisiken verbunden. Zwar trägt der Bär einen Maulkorb, jedoch kann er mit seinen Krallen Menschen schwer verletzen. Man muss jedoch nicht bis nach Russland schauen, um solch eine schockierende Tierquälerei zu sehen: In Deutschland werden Bären zwar nicht vor Fußballspielen präsentiert – Zirkusse dürfen Wildtiere wie Bären, Großkatzen oder Elefanten jedoch immer noch legal mitführen. Hunderte Wildtiere leiden hierzulande ähnlich wie dieser Bär in Russland. Ein Wildtierverbot im Zirkus ist längst überfällig! VIER PFOTEN appelliert an die neue Bundesregierung, endlich zu handeln.“

17. April 2018

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