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Athleten Deutschland und HateAid bündeln Kräfte gegen digitale Gewalt

Grafik mit den Logos der beteiligten Organisationen

Athleten Deutschland und HateAid gehen ab sofort eine Kooperation ein, um deutsche Bundeskaderathleten gezielt vor Hass, Anfeindungen und digitaler Gewalt zu schützen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Betroffene stärker zu sensibilisieren, niedrigschwellige Beratungsangebote bereitzustellen und konkrete Unterstützung im Umgang mit digitaler Gewalt zu ermöglichen. Dabei bündeln die unabhängige Athletenvertretung und die gemeinnützige Organisation ihre Kompetenzen.

Sportler oft Zielscheibe von Anfeindungen

„Athleten sind aufgrund ihrer öffentlichen Sichtbarkeit besonders häufig Anfeindungen in sozialen Medien und anderen digitalen Räumen ausgesetzt. Mit dieser Kooperation schaffen wir einen klaren Schutzraum: für Prävention, schnelle Hilfe und langfristige Stärkung der Betroffenen“, sagt Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland.

„Sport ist ein zentraler gesellschaftlicher Bereich. Wenn Hass und Diskriminierung online stattfinden, untergräbt das nicht nur die Werte des Sports, sondern auch die Würde der Menschen. Unser gemeinsames Modell kann auch für andere gesellschaftliche Bereiche wegweisend sein“, erklärt Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid.

Zwei zentrale Säulen der Zusammenarbeit

Athleten Deutschland erweitert durch die Partnerschaft sein Unterstützungsangebot und bleibt weiterhin die vertrauensvolle Anlaufstelle für Athleten. Anfragen zu digitaler Gewalt werden von geschulten Ansprechpartnern aufgenommen. Sollte eine spezialisierte Unterstützung notwendig sein, erfolgt eine Verweisung an die Experten von HateAid. Diese bieten unter anderem vertiefende Beratung, rechtliche Hilfe und IT-Sicherheitsberatung an.

Außerdem werden die beiden Teams digitale Informationsveranstaltungen und Workshops für interessierte Athleten anbieten, die Wissen über digitale Gewalt vermitteln, konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und die digitale Sicherheit der Teilnehmer stärken.

„Grenzverletzungen, Beleidigungen oder geschlechtsspezifische digitale Gewalt – die thematischen Schwerpunkte können variieren“, unterstreicht von Hodenberg. „Hate Speech ist kein Randphänomen, sondern eine reale Belastung – das haben die Olympischen und Paralympischen Winterspiele unterstrichen. Deshalb möchten wir Unterstützungsangebote perspektivisch aufbauen und stärken“, ergänzt Herber.

Terminhinweis

Der erste Workshop findet am 27. Mai 2026 statt und beschäftigt sich mit dem Umgang mit digitaler Gewalt und Hass im Netz. Anhand von Fallbeispielen wird vermittelt, wie man digitale Gewalt erkennen und ihr effektiv entgegenwirken kann.

Grafik: PR

21. April 2026

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