Aktuelles

Ab 2018 gelten neue Regeln für Sportwetten

Werbung bzw. Kooperation mit Anbieter
Gesetz

Glücksspiele und damit verbundene Sportwetten bewegen sich noch immer in einer juristischen Grauzone. Dieser Zustand soll sich ab 2018 ändern. Vor kurzem wurde bekanntgegeben, dass ab dem kommenden Jahr längst am Markt agierende Anbieter eine offizielle Erlaubnis erhalten.

Legalisierung privater Sportwetten in Deutschland

Die Zeit des Wartens hat für viele Wettbüros ein Ende. Private Sportwetten werden in Deutschland legalisiert. Im März dieses Jahres unterzeichneten Ministerpräsidenten den Zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Diese Vereinbarung tritt ab Anfang Januar 2018 in Kraft und war aus Sicht vieler Glücksspielexperten längst überfällig. Die rechtliche Konsequenz: durch diese Vereinbarung erhalten auch die 35 seit vielen Jahren tätigen Sportwettveranstalter eine „vorläufige Erlaubnis“, die nach aktuellem Stand der juristischen Dinge nur für eine Konzession für den Wettspielbetrieb vorgesehen waren.

Steigende Wetteinsätze im vergangenen Jahr

Sportwetten stehen noch immer hoch im Kurs. Der Verweis auf den Glücksspielmarkt 2017 spricht Bände: allein in diesem Jahr hatten sich die Wetteinsätze um nahezu 30 Prozent erhöht. Deutsche investierten fast sechs Millionen Euro, um Wetten auf die Teams und Sportler ihrer Wahl zu setzen. Zudem nahmen die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM erheblichen Einfluss auf die stetig steigenden Wettsummen. Diese Beträge wurden übrigens durch Steuerzahlungen von Anbietern in Deutschland hochgerechnet.

Anbieter müssen qualitativen Mindeststandards entsprechen

Für einen Großteil aller in Deutschland durchgeführten Glücksspiele existiert noch immer ein staatliches Monopol. Dieses Monopol soll dazu beitragen, dass Jugendliche geschützt werden und sich Glücksspieler nicht der Spielsucht hingeben. Zweifelsohne haben Glücksspiele wie Rainbow Ryan Free Spins ihren Reiz. Dennoch sind die länderbasierten Regelungen als Präventionsmaßnahmen hilfreich. Der Sportwetten halber hatten sich die Länder deshalb im Jahr 2012 auf ein gesetzlich festgelegtes Liberalisierungsexperiment geeinigt. Im Segment der Sportwetten wurde es 20 privaten Anbietern nach einer eingehenden und sorgfältigen Untersuchung gestattet, die Sportwetten zu offerieren. Allerdings konnte das mit diesem Auftrag engagierte hessische Innenministerium die hierfür erforderlichen Konzessionen nie erteilen. Das Problem: von der Vergabe unberücksichtigte Anbieter klagten gegen die Vergaberegeln. Der Prozess zur Erteilung der Erlaubnis für die anderen Buchmacher lag auf Eis.

Stärkere Kontrollen illegaler Glücksspielangebote

Die neuen Regelungen erfolgten wiederum durch die Initiative des Bundeslandes Hessen. Ab 2018 existiert keine begrenzte Anzahl an Konzessionen mehr. Die Anträge und Forderungen der Anbieter werden bewilligt, insofern diese festgelegte Mindeststandards erfüllen. Zukünftig wird das Bundesland Nordrhein-Westfalen für die Vergabe der Konzessionen verantwortlich sein. Außerdem soll in Zukunft noch massiver gegen illegale Online-Glücksspielangebote vorgegangen werden. Wie es heißt, wurden Aufsichtsbehörden für Glücksspiele darum gebeten, entsprechende Maßnahmen zu überprüfen. Diese rechtlichen Schritte dürften dazu beitragen, die Seriosität kompetenter Buchmacher in ein besseres Licht zu rücken.

18. August 2017

Weitere Beiträge zu diesen Themen

Zurück

Weitere Artikel zu Aktuelles

Beginn der Sommersaison in den Dresdner Bädern

mehr lesen >>

Geht´s noch? Weiterhin Testpflicht für Minderjährige auf Außensportanlagen

mehr lesen >>

Amazon SachsenBeach - Freie Startplätze für die Turniere im September zu vergeben

mehr lesen >>

Outdoortraining mit Fitnessgeräten: Tipps für das effektive Workout im Freien

mehr lesen >>

Zeit für den Neustart - Sachsen zeigt sich im #sportvereint

mehr lesen >>