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Salz – Der Ursprung des Lebens

Sole

Rückblickend entstand das Leben auf der Erde aus dem Wasser. Dieses „Wasser“, als Vorstufe des Lebens, enthielt jedoch einen wichtigen Stoff, den man nicht unerwähnt lassen darf. Salz. Mineralsalze bestehen zumeist aus Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chlorid, Bromid, Sulfat und Hydrogencarbonat. Diese Zusammensetzung findet sich auch in der Blut- und Gewebeflüssigkeit des Menschen. Auch in der Gebärmutter schwimmen wir im Salz und dieses Umfeld ist noch heute im Erbgut des Menschen verankert. Auch in der Geschichte spielte Salz eine große Rolle und wurde oftmals als „Weißes Gold“ bezeichnet. Ohne die heutigen Kühltechniken war Salz zur Haltbarmachung von Lebensmitteln unverzichtbar. Salz wurde eine reinigende und kräftigende Wirkung nachgesagt und dies zu Recht. Im Gegensatz zum industriell hergestellten Kochsalz (Natriumchlorid) ist echtes Mineral- bzw. Kristallsalz eine Quelle der Gesundheit. Sowohl im Rahmen einer gesunden Ernährung als auch bei der äußerlichen Anwendung.

Salz wirkt sich nicht nur positiv auf unser größtes Entgiftungsorgan - die Haut – aus, sondern auch auf die Atemwege. Bei chronischen Infekten der Atemwege und Allergien empfiehlt sich der Aufenthalt in einer Salz- oder Solegrotte. Erstere ist ein Stollen oder ein entsprechender Nachbau, in der man umgeben von vielen Tonnen Stein- oder Meersalz zumeist in normaler Kleidung dem Salzklima ausgesetzt ist. Bei maximal 45 %Luftfeuchtigkeit und einer Raumtemperatur von etwa 20 bis 25 Grad lösen sich negative Ionen aus dem Salz der Grotte. Die so angereicherte feuchte, jodhaltige Luft tut den Schleimhäuten der Atemwege und der Haut gut. Eine Solegrotte kommt eher einer Sauna gleich, in der Sole (Wasser mit hoher Salzkonzentration) über einen Zerstäuber versprüht wird. Dieser feine Solenebel fördert die Abhärtung gegen Allergien und verbessert die Durchblutung der Haut.

Sole

Auch ein Solebad ist eine empfehlenswerte Anwendung für gesunde Haut und ein fittes Herz-Kreislaufsystem. Im Kleinen kann man dies sogar in der eigenen Badewanne ausüben. Fertige Salzmischungen gibt es in den meisten Drogerien. Echte Entspannung kommt aufgrund der eingezwängten Bewegungsfreiheit leider kaum auf. Dies bedeutet jedoch nicht, dass gleich eine Fahrt nach Israel zum Toten Meer (durchschnittlicher Salzgehalt von 28 %) gebucht werden muss. Entsprechende Thermen erlauben ein entspannendes Schwimmen bzw. Treibenlassen im warmen Wasser. Je nach Fokus auf die Behebung gesundheitlicher Probleme oder den Wellness-Effekt gibt es dabei verschiedene Angebote. So bietet z.B. der Solepark Schönebeck/Bad Salzelmen in Sachsen-Anhalt ein Konzept, welches vor allem der ganzheitlichen Entspannung dient. Das staatlich anerkannte Heilbad besitzt zudem eine Meersalzgrotte und bietet viele weitere Gesundheitsangebote. Der gemäßigte Salzgehalt von 3,5 % im Bad erlaubt einen längeren Aufenthalt und ist auch für Kinder geeignet. Dies ist in der vogtländischen Soletherme in Bad Elster nicht möglich. Mit 15 % bietet der Salzsee eine der höchsten Konzentrationen in Deutschlands Thermen. Aufgrund der hohen Salzkonzentration ist der Aufenthalt erst ab 14 Jahren erlaubt und eine Aufenthaltsdauer von mehr als 20 Minuten ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Dafür kann man hier jedoch eine Schwerelosigkeit erleben, die bei geringeren Konzentrationen nur abgeschwächt zu spüren ist.

Die Schwerlosigkeit - das „Floating“ (engl. Schweben) - empfinden viele Anwender als dermaßen entspannend, dass es auch dafür spezielle Angebote gibt. Dazu zählt z.B. das Schwebebad Dresden. Hier können ein oder zwei Personen in einem eigenen kleinen Becken in einer Salzkonzentration von ca. 25 % „schweben“ und abschalten. Das Wasser als auch die Luft sind auf exakt 34,5 °C temperiert, was schnell dazu führt, die Grenze von Haut zu Wasser bzw. Luft nicht mehr zu spüren. Ohne diese Sinnesreize, ohne Licht und Musik, ist dieses Loslösen vom eigenen Körper eine ganz besondere Erfahrung.

Sole

Wie eingangs erwähnt, ist gesundes Salz auch im Rahmen der Ernährung essentiell. Auch hier muss man keine Wissenschaft daraus machen. Ein kritischer Blick auf die Inhaltsstoffe hilft bereits, zu erkennen, wo Lebensmittel eine hohe Konzentration von „schlechtem“ Industriesalz aufweisen. Diese gilt es zu meiden. Auch empfiehlt es sich, generell den Salzstreuer mit hochwertigen Kristall- bzw. Meeressalzen zu füllen. Eine Sole kann man sich selbst herstellen, indem man Salzkristalle mit mineralarmen Wasser aufgießt und in einer Glaskaraffe aufbewahrt. Diese Sole ist steril und unbegrenzt haltbar. Ein Teelöffel jeden Tag verhilft zu einem ausgeglichen Säure-Basen-Haushalt und ist der Gesundheit in vielen anderen Punkten zuträglich.

Anmerkung: Mit dem Thema Salz / Sole beschäftige ich mich schon seit Jahren (theoretisch und praktisch) und habe damit durchweg positive Erfahrungen gemacht. Natürlich kann man in einem Artikel nicht zu 100 % in die Tiefe gehen. Gerade wenn es um die Gesundheit geht, möchte ich mich jedoch nicht als Mediziner aufspielen, der ich nicht bin. Wer sich unsicher ist, ob sein körperlicher Zustand die genannten Anwendungen verträgt, sollte sich in jedem Fall ausführlicher informieren oder seine Hausarzt ansprechen. Gute Bücher zu diesem Thema zeigen zudem noch weitere Anwendungsmöglichkeiten (Peeling, Nasenspülung, Darmspülung, Augenbad,…).

Fotos: Schwebebad Dresden / Art-N-Photo Amelie Jehmich, Sam Rey / Solepark Schönebeck, Pixabay

01. Dezember 2017

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