Vereinsvorstellungen

BFV Ascota Chemnitz

Unbehindert Schwimmen

BFV Ascota Chemnitz

Der Schwimmsport hat in der Menschheitsgeschichte eine lange Tradition als Freizeitgestaltung und seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, im Jahre 1892, auch als Wettkampfsport. Vor allem für Menschen mit Behinderung ist der Schwimmsport ein wichtiges Element. Gerade weil man sich im Wasser ohne jegliche Hilfsmittel vorbewegen kann, zieht das nasse Element Menschen mit Handicap geradezu magisch an. Zuerst allein als Freizeitbeschäftigung und vor allem im Rahmen der Rehabilitation genutzt, ist das Schwimmen als Wettkampf mittlerweile auch im Behindertensport eine wichtige Säule.

Integration mal anders herum

Auch für den BFV Ascota Chemnitz, einem Verein, in dem behinderte und integrativ auch nichtbehinderte Menschen gemeinsam Sport treiben, ist Wasser das zentrale Element. Die Abkürzung BFV steht hierbei für Behinderten- und Freizeitsport-Verein. Im Jahr 1996 gründete sich der Verein aus der Sektion Versehrtensport des TuS Ascota, mit dem Ziel einer Weiterentwicklung des Behindertensports in Chemnitz. Anfänglich mit gerade einmal 150 Mitgliedern begonnen, hat sich der Verein innerhalb des letzten 20 Jahre hervorragend entwickelt, so dass mittlerweile ca. 400 Mitglieder in verschiedenen Sportgruppen organisiert sind. Unter der Anleitung von lizenzierten Übungsleitern, die zum größten Teil auch lizenzierte Trainer sind, können sich die Mitglieder in und um das Wasser sportlich mit Schwimmen, Wassergymnastik, Rückengymnastik, Lungensport oder Rollstuhltanz betätigen.

Leistungssport trotz Handicap

Eines der wichtigen Standbeine des BFV Ascota stellt der Leistungssport dar. Über viele Jahre hinweg gelang es dem Verein sich im Wettkampfsport in Chemnitz und darüber hinaus einen Namen zu machen. Vornehmlich ist hier natürlich die Sportart Schwimmen für Menschen mit Handicap zu nennen. In langer Tradition hat sich der Verein mit viel Mühe dem Sport mit behinderten Kindern und Jugendlichen gewidmet, mit dem Ziel, Talente für den Leistungssportbereich zu fördern. Dass dies dem Verein wiederholt gelingt, zeigen die starken Ergebnisse seiner Sportler bei nationalen Wettkämpfen und den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Behinderte. Was aus diesen hoffnungsvollen Talenten bei entsprechender Förderung werden kann, bewiesen die bisherigen Teilnahmen mehrerer BFV-Sportler bei Europa- und Weltmeisterschaften bis hin zum größten Sportereignis im Behindertensport, den Paralympics. Die Liste der Teilnahmen führt über Barcelona 1992, Atlanta 1996, Sydney 2000, Athen 2004, Peking 2008 bis zuletzt London 2012. Zu jeden dieser Paralympics konnten Sportler des Vereins durch ihre Erfolge glänzen. Unter anderem warben Namen wie Maria Götze, Swen Michaelis oder Daniel Clausner für den Chemnitzer Behindertensport. Leider wird in Rio 2016 kein Chemnitzer Schwimmer antreten. Der Grund liegt in der immer stärker ausgeprägten Professionalisierung des Behindertensports. Um an der Weltspitze mithalten zu können, bedarf es einer immer größeren Anstrengung von Sportlern, Trainern und auch des Vereins im Hintergrund. Diesen Aufwand in Balance mit der schulischen und beruflichen Entwicklung zu halten, wird gerade für Sportler mit Handicap immer komplizierter. Für den Verein selbst wird es zudem immer schwieriger, in Zeiten der Inklusion behinderten Kinder- und Jugendliche zu finden und für Behindertensport zu begeistern. Diesen Herausforderungen versucht der Verein bestmöglich Rechnung zu tragen. Derzeit trainieren beim BFV Ascota im leistungssportorientierten Bereich Schwimmen drei Gruppen mit körper-, seh- und geistig behinderten Sportlern. Die verschieden behinderten Sportler schwimmen dabei als integrative Gruppen zusammen mit Nichtbehinderten. Besonderen Ansporn finden die Sportler dabei im jährlich (März) vom Verein ausgerichteten Wettkampf, dem BFV-Ascota-Schwimmfest.

Abseits des nassen Elements

Auch abseits des Wassers hat sich der BFV-Leistungssport, in Form der Goalball-Mannschaft des BFV Ascota, einen Namen gemacht. In Zusammenarbeit mit dem SFZ Berufsbildungswerk Chemnitz bietet der BFV seit einigen Jahren Goalball als Sportart für Menschen mit Sehbehinderung an. Mittlerweile spielt die Mannschaft in der deutschen Goalball-Bundesliga an vorderster Front mit und schrammte im letzten Jahr nur knapp am oberen Podestplatz vorbei. Bekanntester Chemnitzer Spieler hier ist derzeit Oliver Hörauf, der im Vorjahr mit der Jugendnationalmannschaft die Junioren-Weltmeisterschaft gewinnen konnte und an seiner Teilnahme für Rio 2016 arbeitet.

BFV Ascota Chemnitz e.V.
Verein für Reha-, Behinderten- Freizeit, Erholungs-, Breiten- und Leistungssport
Mühlenstraße 27, 09111 Chemnitz
Tel. 0177 - 2841482
www.bfv-ascota.de

Foto: BFV Ascota Chemnitz e.V

05. Juli 2016

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