Geschrieben von Stefan Mothes am 30.05.2012
Solange wir im Kapitalismus leben, wird es immer Gering- und Besserverdiener geben, Arme und Reiche. Ob dies gerecht ist, wissen nur Gott und die Beteiligten selbst. Reicht es finanziell nicht, muss man auf viele (materielle) Genüsse verzichten, so ist das eben. Sparen ist keine Schande, Sparen am falschen Ort jedoch zumindest ein Zeichen schlecht gelegter Prioritäten. Zum Armutszeugnis wird es spätestens dann, wenn Eltern meinen, dass sie bei den Vereinsgebühren ihres Kindes sparen müssen.
Da wird nach Rabatten gebettelt und wenn es nicht mehr geht, wird das Kind mit vorwurfsvollem Blick kurzerhand aus dem Verein genommen. Ihr, der Staat, der Verein und die achso-böse Gesellschaft haben es doch so gewollt - nun gebt uns doch nicht die Schuld! Eine schöne Rechtfertigung, fürwahr. Für neue Handys, Zigaretten, Alkoholika und die Fanbettwäsche des Lieblingsvereins ist jedoch immer Geld da. Diese Menschen kann ich nur bemitleiden. Wer Kinder in die Welt setzt, sollte diesen auch ein Mindestmaß an Möglichkeiten bieten, auch wenn es bedeutet, teilweise auf eigene Annehmlichkeiten zu verzichten. Dazu gehört, dass man sich als Kind auch auf sportlicher Ebene versuchen darf. Vorgeschobene finanzielle Armut ist hier nur ein Zeichen geistiger Armut.
So 02.06.2013 | 10:00 Uhr
5. Dresdner Sport- und Familientag
Cockerwiese Dresden
Eintritt frei
http://www.wbg-dresden.de